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NVB Aktuell
Der NVB übernimmt die Hälfte der
Kosten für neue Bio–Hochstammobstbäume
Zum Jahr der Biodiversität unterstützt
der Natur- und Vogelschutz Burgdorf das Pflanzen von Bio-Hochstamm-Obstbäumen in
der Region. Der Verein will mithelfen, für gefährdete Vogelarten einen
Lebensraum aufzubauen, der ihnen Nistmöglichkeiten und Nahrung bietet. Produkte
aus Hochstammobst sind begehrt und werden somit auch für Landwirte wieder
attraktiver.
Die
für unser Auge überaus schönen Hochstamm-Obstbäume gerieten in den letzten
Jahrzehnten zunehmend in Bedrängnis. Der Arbeitsaufwand für die Pflege der
Obstgärten, Feuerbrand und vergleichsweise kleine Erträge führten dazu, dass
alte Bäume gefällt und nicht mehr ersetzt wurden. Still und unbemerkt
verschwanden damit auch viele
einheimi-sche Vögel. Einige Arten sind auf die knorrigen Bäume angewiesen, weil
sie ihnen Nist-höhlen und Verstecke bieten. Wenn sie dazu auf einer artenreichen
Wiese stehen, finden Vögel wie Grünspecht, Steinkauz, Wendehals und
Gartenrotschwanz auch genügend Nahrung für sich und ihre Jungvögel. Sie jagen
Insekten, die nur auf extensiv bewirt-schafteten Wiesen vorkommen. Mit den
Hochstämmen verschwanden demnach nicht nur Bäume sondern auch Vögel, Pflanzen
und Insekten aus unserer Landschaft. Wann haben Sie das letzte Mal einen
Gartenrotschwanz gesehen?
Auch wir achten in unserer Nahrung auf
Geschmack und Qualität. Bio-Produkte und Getränke aus Hochstammobst werden
beliebter. Gutes Mostobst ist gesucht und der Bedarf steigt stetig.
Umweltbewusste und innovative Landwirte sind deshalb wieder bereit, eine
„Hoschtet“ zu bewirtschaften. Wer im Herbst 2010 seinen Obstgarten mit
Bio-Hochstämmen ausbauen will, soll sich bis Ende September mit dem Natur- und
Vogelschutz Burgdorf in Verbindung setzen. Der Verein steht beratend zur Seite
und übernimmt für eine beschränkte Anzahl Bäume 50% des Kaufpreises. Auch
naturverbundene Privatpersonen mit genügend Platz können ihr Interesse
anmelden. ( max 10 Bäume pro
Person)
Was ich im eigenen Garten für die Biodiversität tun kann
Auch
wenn der eigene Garten nicht für Hochstammbäume geeignet ist, kann man etwas
für Schmetterlinge, Vögel und andere Nützlinge tun. Ersetzen Sie invasive
Pflanzen durch einheimische Sträucher und Blumen. Kanadische Goldrute, Forsythia, drüsiges
Springkraut, japanischer Knöterich und viele andere Pflanzen bieten für unsere
einheimischen Tiere keine Nahrungsgrundlage. Hingegen bieten Kleinstrukturen
wie Asthaufen, ein Stück Magerwiese oder andere Nischen vielen Nützlingen
Lebensraum. Eine solch naturnahe Umgebung bietet nicht nur Tieren sondern auch
uns Menschen eindrückliche Erlebnisse.
Haben Sie Interesse an einem Hochstammbaum?
Fragen zur naturnahen Gestaltung ihres Gartens? Melden Sie sich bei:
Manfred
Eichele, Präsident NVB, Tel: 031 911 30 36, Mail. eichele.m@bluewin.ch
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