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Medienmitteilung vom 24. Oktober 2002
Erstmals liegt eine Schweizer Karte der Smaragd-Gebiete vor Behörden sind jetzt gefordert
An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben am Donnerstag WWF (World Wide Fund for Nature) und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz die Schweizer Karte der Smaragd-Gebiete vorgestellt. Die eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Behörden sind aufgefordert, die sogenannten Kandidatengebiete näher zu untersuchen, räumlich abzugrenzen und die nötigen Massnahmen für den Schutz und die Vernetzung der Lebensräume und Arten von europäischer Bedeutung in der Schweiz zu ergreifen. Die Smaragd-Suche in der Schweiz ist eröffnet.
Walter Vetterli, Projektleiter Netzwerk Smaragd beim WWF Schweiz, wies bei der Präsentation der Schweizer Karte der Smaragd-Gebiete darauf hin, dass in der Schweiz rund 108 Kandidatengebiete mit Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten von europäischer Bedeutung definiert wurden. Die Fläche beträgt 1'475 Quadratkilometer. Für die Vögel mit ihren grossen Raumansprüchen und ihrer besonderen Mobilität gibt es in Europa ein eigenes System von Smaragd-Gebieten. Diese Important Bird Areas IBA haben der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und die Schweizerische Vogelwarte Sempach abgegrenzt. Werner Müller, Geschäftsführer des SVS/BirdLife Schweiz stellte die 31 IBAs mit einer Fläche von 5'382 Quadratkilometern vor. Die aktuellen Smaragd-Kandidatengebiete für die Lebensräume und alle Arten von europäischer Bedeutung umfasst total 139 Gebiete mit 6'440 Quadratkilometern Fläche, was gegen 16 Prozent der Landesfläche entspricht.
Das Netzwerk Smaragd bereichert den Naturschutz in der Schweiz um die europäische Dimension. Es gibt in unserem Land Tiere, Pflanzen und Lebensräume, die europaweit bedroht sind und für die die Schweiz eine besondere Verantwortung trägt. Das Netzwerk Smaragd muss in der Schweiz zu einem wichtigen Instrument der Naturschutzpolitik werden.
Andreas Weissen vom WWF Schweiz stellte an der Medienkonferenz die konkreten Forderungen von WWF und BirdLife an die eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Behörden vor: "Bund und Kantone sind eingeladen, die vorgestellten Smaragd-Kandidatengebiete näher zu untersuchen und so schnell wie möglich räumlich abzugrenzen. Weiter sollen umgehend die nötigen Massnahmen zum Schutz und zur Vernetzung der Lebensräume und Arten ergriffen werden. In solchen Gebieten sind menschliche Aktivitäten, welche der Erhaltung der Smaragd-Arten und -Lebensräume dienen, möglich und sogar erwünscht. Smaragd-freundliche Bewirtschaftungsmassnahmen sollen mit höheren Beitragssätzen unterstützt werden." Verbessert werden soll auch der Wissensstand zu den Lebensräumen und Arten von europäischer Bedeutung in der Schweiz.
Swisscom Fixnet ist Hauptsponsor des WWF-Projekts Smaragd. Sowohl für den WWF als auch für Swisscom steht die Vernetzung im Vordergrund. Ökologie ist bei Swisscom ein fester Teil der Unternehmenskultur. Das Unternehmen ist seit 1998 ISO 14'001 zertifiziert. Ökologisch sinnvolle Projekte werden in allen Gruppenbereichen umgesetzt. Swisscom Fixnet ist die grösste Bezügerin von Ökostrom in der Schweiz.
Weitere Informationen:
Walter Vetterli, Projektleiter Netzwerk Smaragd, WWF Schweiz: Telefon 022 939 39 81; Mobile: 079 308 69 55; E-Mail: walter.vetterli@wwf.ch
Werner Müller, Geschäftsführer Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Telefon 044 457 70 20, Mobile 079 448 80 36, E-mail: werner.mueller@birdlife.ch
Res Witschi, Umweltmanagement Swisscom Fixnet: Telefon 031 342 02 48, Mobile 079 770 76 89
Richard Lehner, Kommunikation WWF Schweiz: Telefon 01 297 22 24; Mobile 079 239 14 34
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