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Medienmitteilung des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz vom 13. Juni 2010

Bilanz der Tage der Artenvielfalt
Zehntausend auf Biodiversitäts-Safari

Die Tage der Artenvielfalt, der Erlebnis-Höhepunkt im Internationalen Jahr der Biodiversität, haben über 10‘000 Personen in ihren Bann gezogen. Damit war der Publikumsaufmarsch an der grössten Biodiversitätsveranstaltung der Schweiz sehr gross, wie der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz bilanziert. Zusammen mit Forscherinnen und Forschern spürte das Publikum an den 120 Anlässen in der ganzen Schweiz über 2‘000 Tier- und Pflanzenarten auf.

Entdecken, erleben, erforschen war das Motto der Tage der Artenvielfalt. Über 10’000 Personen liessen sich davon anstecken und besuchten eine der rund 120 Veranstaltungen in der ganzen Schweiz.

Ein Schwerpunkt der Tage der Artenvielfalt fand in Rheinfelden (AG) statt. Über 2000 Teilnehmende bestaunten u.a. den Ausflug der Grossen Mausohren, entdeckten in den Pflastersteinen der Altstadt das seltene Nagelkraut oder liessen sich über das lebendgebärende Knollige Rispengras informieren. Über 60 Spinnenarten wurden alleine in und um Rheinfelden gezählt. Der Kanton Zürich und die Stadt Zürich führten ebenfalls je einen grossen Anlass mit zahlreichen Veranstaltungen zu den Tagen der Artenvielfalt durch. Neu wurde die Glockenblumenmauerbiene im Kanton Zürich entdeckt. Am Hörnli gelang auch der Nachweis des seit 1976 im Kanton Zürich ausgestorbenen Purpurwidderchens. An den zahlreichen Ständen konnte man sich über die Artenvielfalt, deren Gefährdung und den Schutz informieren. Rund 1000 Besucher hatten den rund 6km langen Weg im Smaragdgebiet Oberaargau unter die Füsse genommen und staunten an zahlreichen Posten über die riesige Vielfalt an spannenden Tieren und Pflanzen.

Im SVS-Naturschutzzentrum La Sauge (VD) am Neuenburgersee führten 30 Spezialisten zusammen mit dem Publikum einen Artenmarathon durch: Sie erfassten alle Tier- und Pflanzenarten auf dem kleinen Gelände von La Sauge und entdeckten gegen 900 Arten. Darunter gelang der erst dritte Nachweis für die Schweiz der Köcherfliege Molana albicans.

Neben den Grossanlässen gab es aber auch viele kleinere Veranstaltungen von Vereinen, Gemeinden und Schulen, die sehr gut besucht waren. So meldete Riehen (BL), dass sie auf einem Rundgang unter anderem Wendehals, Zaunammern und Grauspecht entdeckten, alles Arten der Roten Liste. Die Artenvielfalt vor der Haustüre sei erstaunlich. Besucherinnen und Besucher seien beeindruckt und begeistert davon, dass in unmittelbarer Nähe so viele verschiedene Naturschätze zu entdecken seien. Ameisenlöwen z.B. können genauso spannend sein wie ihre afrikanischen Namensvettern.

Die Koordination der Tage der Artenvielfalt lag beim Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife zusammen mit dem Naturama Aargau und dem Forum Biodiversität Schweiz mit Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt BAFU. Das Ziel, dass die Bevölkerung an den Tagen der Artenvielfalt die Biodiversität vor Ort live erleben kann und dass sie sich für den Schutz der einmaligen Naturschätze begeistern lässt, wurde nach Angaben von Werner Müller, Geschäftsführer des SVS, vollumfänglich erreicht.


 


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Weitere Informationen

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Werner Müller, Geschäftsführer Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Tel. 079 448 80 36

 

 

 
     
 

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