2. Umsetzung des Smaragdnetzwerks
Die Umsetzung des Smaragdnetzwerks beinhaltet folgende Phasen:
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Erstellen der Listen der relevanten Tier-und Pflanzenarten
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Verbreitung der relevanten Arten eruieren
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Ausscheiden von Schutzgebieten für diese Arten
1989 wurden mit der «Recommandation No. 16» des Europarats die Bedingungen für diese Smaragd-Gebiete festgelegt. 1996 verabschiedete der Ständige Ausschuss der Berner Konvention die Resolution No. 3, mit der die Schaffung dieses Netzwerks von Schutzgebieten definitiv beschlossen wurde.
Um Smaragd-Gebiete einfacher identifizieren zu können, hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention eine Liste der natürlichen Lebensräume und bedrohten Arten in Europa erstellt. In der Schweiz existieren 149 Arten und 34 natürliche Lebensräume, die in Europa bedroht sind.
2.1. Stand der Umsetzung des Smaragdnetzwerks in der Schweiz
Das Schweizerische Zentrum für die Kartierung der Fauna (SZKF) hat in Aufträgen des WWF Schweiz und des Bundesamts für Umwelt BAFU im Jahre 2001 die für die Schweiz verfügbaren Daten analysiert und Schweizer Kandidaten für das Smaragd-Netzwerk definiert.
An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben am 24. Oktober 2002 WWF (World Wide Fund for Nature) und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz die Schweizer Karte der Smaragd-Gebiete (siehe unten) vorgestellt. Für die Vögel gelten dabei die hellgrünen Bereiche, die dunkelgrünen Bereiche wurden für andere Organismengruppen ausgeschieden.
Die eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Behörden sind aufgefordert, die sogenannten Kandidatengebiete näher zu untersuchen, räumlich abzugrenzen und die nötigen Massnahmen für den Schutz und die Vernetzung der Lebensräume und Arten von europäischer Bedeutung in der Schweiz zu ergreifen. 2009 sollen die ersten Smaragd-Gebiete der Schweiz an den Europarat gemeldet werden.
Am 22. Oktober 2009 hat der Bund eine erste Serie von 37 Smaragd-Gebieten beim Europarat angemeldet. Dieser muss nun entscheiden, ob diese Gebiete ins Smaragd-Netzwerk aufgenommen werden und den offiziellen Status erhalten.
Seiten BAFU mit der Beschreibung der 37 Gebiete >>>
Der WWF Schweiz und der Schweizer Vogelschutz begrüssen diesen ersten Schritt, kritisieren aber die Auswahl der Gebiete. Alle ausser einem sind schon Schutzgebiete. Wichtig wäre aber vor allem, die international wertvollen Gebiete, die noch nicht unter Schutz stehen, ins Smaragd-Netzwerk aufzunehmen und ihnen dadurch einen Schutzstatus zu verleihen. Auch decken diese 37 Gebiete erst wenige schützenswerte Lebensräume und Arten ab (Vergleich dazu Karte unten mit den 139 vorgeschlagenen Kandidatsgebieten von WWF und SVS).
Stellungnahme WWF und SVS zu dieser Gebietsauswahl (Medienmitteilung vom 22. Oktober 2009) >>>
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