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Projekte Schweiz: Habitate erhalten und verbessern

 

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Naturschutz im Wald

Der Wald ist der letzte grossflächige und weit verbreitete naturnahe Lebensraum der Schweiz. Der SVS setzt sich dafür ein, dass das so bleibt. Deshalb engagiert sich der SVS stark in den Arbeiten zum Waldprogramm Schweiz und zur Revision des Waldgesetzes. Die Biodiversitätssicherung im Wald hat zum Ziel, dass gefährdete Arten nicht weiter abnehmen, sondern wieder zunehmen und dass häufige Arten häufig bleiben. Dazu braucht es zwei Mittel: einen naturschützerisch hochstehenden naturnahen Waldbau auf der ganzen Waldfläche und Biodiversitätsvorrangflächen mit speziellen Massnahmen, darunter Flächen für besondere Artenförderungsprogramme, nicht bewirtschaftete und gezielt gepflegte Waldreservate sowie Ruhezonen.

Mit Beratung, Stellungnahmen und Einflussnahme auf die Behörden und Politik will der SVS erreichen, dass der Naturschutz im Wald wo möglich verbessert, zumindest aber auf dem heutigen Stand gehalten werden kann und keineswegs verschlechtert wird.

Weitere Informationen zum Herunterladen:

  • ORNIS 4/08: Mehr Mittel für den Mittelspecht. PDF 136 kB
  • ORNIS 4/08: Wald im Wandel. PDF 356 kB
  • ORNIS 4/08: Auf Messers Schneide: Der Weissrückenspecht braucht viel Totholz. PDF 336 kB


Landwirtschaftliche Regionen mit hohem Naturwert

Die Intensivierung der Landwirtschaft und die zunehmende Gefährdung der biologischen Vielfalt führte zu Bestrebungen, Flächen vollständig vor menschlichen Aktivitäten zu schützen. Dabei wurde lange unterschätzt, dass die Vielfalt erst durch eine landwirtschaftliche Nutzung gewährleistet werden kann. Eine Studie von Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und WWF Schweiz zeigt auf, wo in der Schweiz eine hohe Artenvielfalt herrscht, die eng an die landwirtschaftliche Nutzung gebunden ist. Die entsprechenden Flächen werden als Landwirtschaftliche Regionen mit hohem Naturwert (HNV: High Nature Value) bezeichnet. Die Studie vergleicht den aktuellen Zustand mit dem ehemaligen und geht auch auf einzelne Nutzungsformen ein.

Die Studie zum Herunterladen:

  • Delarze R. & Vetterli W. (2009): Die landwirtschaftlichen Regionen der Schweiz mit hohem Naturwert. Technischer Abschlussbericht. Zürich: WWF Schweiz, 34 Seiten.



Naturschutz im Kulturland

Nachdem die Natur während Jahrzehnten im Kulturland zurückgedrängt worden war, starteten in den 1990er Jahren Programme zur Ökologisierung der Landwirtschaft. Der SVS hatte mit seiner Hecken-Kampagne (ab 1979) und seinem Einsatz für Obstgärten, Wiesen, Weiden und Kleinstrukturen mit zu dieser Entwicklung beigetragen, unter anderem im Nationalen Forum für den ökologischen Ausgleich NföA, in welchem der SVS seit der Gründung im Jahre 1996 aktiv mitarbeitet. Durch diese Facharbeit und über politische Einflussnahme möchten wir ideale Rahmenbedingungen für einen quantitativ ausreichenden, qualitativ hochstehenden und den regionalen Besonderheiten angepassten ökologischen Ausgleich schaffen, damit Feldlerche, Braunkehlchen, diverse Schmetterlingsarten und viele andere Arten den nötigen Lebensraum finden.

Aus Sicht des SVS werden sich die Direktzahlungen an die Landwirtschaft nur dann langfristig begründen und sichern lassen, wenn sie auf von der Allgemeinheit erwünschte Wirkungen ausgerichtet werden. Dazu gehört in erster Linie auch die Sicherung der Biodiversität.

Quantität und vor allem Qualität der ökologischen Ausgleichsflächen müssen deutlich gesteigert werden. Da viele Arten erst mit Verzögerung reagieren, müssen die Massnahmen im ökologischen Ausgleich langfristig gesichert werden. Ein Mittel dazu ist die Ökoqualitätsverordnung ÖQV. Der SVS hat die Ausgestaltung der ÖQV entscheidend mitgeprägt, mit welcher der Bund beabsichtigt, mit finanziellen Anreizen die Qualität von ökologischen Ausgleichsflächen zu verbessern und gleichzeitig deren fachgerechte und vernetzte Lage im Landwirtschaftsgebiet zu fördern. Zudem fordert der SVS Biodiversitätsvorranggebiete im Kulturland.

Mit der Beratung in Projekten, mit konkreten Artenförderungsprogrammen, von denen viele den Kulturlandvögeln zugute kommen, mit der Facharbeit in vorbereitenden Kommissionen und mit der Einflussnahme auf die Politik (Agrarpolitik 2011) arbeitet der SVS darauf hin, dass das Kulturland wieder zum Lebensraum gefährdeter und früher häufiger Arten wird. Der SVS führt zudem für einzelne Arten und Lebensräume besondere Projekte durch. Schutz, Pflege und Neupflanzung von Hecken beschäftigen den SVS weiterhin stark. Der SVS setzt sich für extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden ein.

Hochstamm-Obstgärten leisten einen grossen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in der Schweiz. Der SVS setzt sich auf verschiedenen Ebenen für die Erhaltung dieses Lebensraums ein. Er hilft mit, den finanziellen Anreiz zu stärken, damit sich die Pflege von Hochstamm-Obstgärten für die Bäuerinnen und Bauern wieder lohnt, er versucht, die Wertschätzung von Hochstamm-Obstgärten als Landschaftselement zu erhöhen und setzt sich im Vorstand von Hochstamm-Suisse für die Vermarktung von Produkten ein, die zu 100% von Hochstamm-Obstbäumen stammen.

  • Hochstamm-Obstgärten >>>

  • Feuerbrand >>>

  • Aktuellste Zahlen zum ökologischen Ausgleich (7. April 2010) PDF 547 kB

Bild: Peter Rüegg

 



Störungen der Vögel und anderer Tiere vermeiden

Viele Vögel reagieren besonders empfindlich auf Störungen. Sie können geeignete Lebensräume nur teilweise besiedeln, weil Störungen ihre Nahrungsaufnahme oder ihr Brutgeschäft stark behindern. Der SVS verfügt über grosse Erfahrung zum Thema "Besucherlenkung". Mit diesem Projekt arbeitet der SVS darauf hin, dass dank Beratung und Mitarbeit bei der Planung von Schutzgebieten, aber auch bei Freizeit und Erholung in der ganzen Landschaft gute Lösungen für die Natur und den Menschen gefunden werden.




Die Schweiz braucht eine Biodiversitätsstrategie

Der biologischen Vielfalt in unserem Land geht es nicht gut. Der SVS ist deshalb der Ansicht, dass die Schweiz endlich klare, verbindliche Ziele im Naturschutz braucht, die mit griffigen Aktionsplänen angegangen werden. Denn obwohl viel für den Schutz der Natur getan wird, reicht es noch längst nicht aus, um die Artenvielfalt zu sichern. Deshalb setzt sich der SVS für eine griffige Biodiversitätsstrategie unseres Landes ein. Dazu führt er die Biodiversitätskampagne durch und unterstützt auch Aktivitäten des Forums Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz.

  • SVS-Kampagne "Biodiversität – Vielfalt ist Reichtum " >>>



Impulsprogramm Vögel Schweiz

Der Schweizer Vogelwelt geht es schlecht: 40 Prozent der Vögel sind gefährdet. Viele Arten brüten bei uns bald gar nicht mehr. Der Schweizer Vogelschutz SVS und die Schweizerische Vogelwarte zeigen auf, wie jetzt gehandelt werden muss. In sechs Thesen zeigen die beiden Institutionen, mit welchen konkreten Massnahmen man den rasanten Rückzug der Vögel stoppen kann und muss. Das Impulsprogramm Vögel Schweiz ist ein Rahmen für viele gemeinsame Aktivitäten des Naturschutzverbandes (SVS) und des Forschungsinstituts (Vogelwarte).




SVS-Kampagne " Kleinstrukturen – Lebensnetze der Natur"

  • Kleinstrukturen-Kampagne >>>

 




Verbandsbeschwerden des SVS

Liste der Beschwerden des SVS:

 

 



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Einige ausgewählte Links:

  • Important Bird Areas IBAs >>>
  • Smaragd-Netzwerk >>>
  • Fisch fressende Vogelarten >>>
  • Glaswände >>>
  • Umgang mit eingeführten Arten (Neozoen und Neophyten) >>>
  • Vogeljagd >>>
 

 

 
     
 

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