Natur- und Vogelschutz

Wohlen BE (NVW)

 

 

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Kurzberichte der letzten Veranstaltungen


Protokoll der 36. Hauptversammlung 2009

Jahresbericht des NVW 2008

Hecken pflegen - aber richtig 2005

20 Jahre Heckeninventar Wohlen BE


Waldrandaufwertung Eymatt Bern vom Samstag, 27. Februar 2010

Zwanzig Helferinnen und Helfer trafen sich um 9 Uhr beim Camping Eymatt (2 Personen vom NVW) für einen Tageseinsatz des WWF in der oberhalb liegenden Waldlichtung "Forsthaus Eymatt". Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es an die Arbeit. Das Ziel war, Steinhaufen zu bauen für Reptilien aller Art und Kleinsäuger. Martin Müller erklärte uns den Aufbau eines Steinhaufens, was eine sorgfältige und anstrengende Arbeit ist. Die beigefügten Bilder von Bruno Lauper entsprechen der Reihenfolge des Aufbaues. Das währschafte Znüni und ein feines Mittagessen wurden vom WWF organisiert und zur Verfügung gestellt. (Bruno Lauper)


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Winterexkursion ins Naturschutzgebiet "Weissenau" bei Interlaken vom Samstag, 13. Februar 2010

Das Naturschutzgebiet Weissenau wurde mit öffentlichen Verkehrsmitteln besucht. Mit 18 Erwachsenen, einem interessierten Knaben und 3 Kleinkindern führte die Exkursion von der Hafenanlage beim Westbahnhof Interlaken dem Kanal entlang Richtung Weissenau. Unterwegs am Kanal wurden Bergstelze, Wasseramseln, eine grössere Gruppe Lach- und einige Sturmmöwen beobachtet. Auch Gänsesäger, Stock- und Reiherenten fanden sich am Quai. Das kalte Winterwetter wurde durch mildernden Sonnenschein etwas erträglicher, so dass auch die ersten Singvögel zögerlich zu Singen versuchten. Nebst fast allen Meisenarten waren Kleiber, Buntspecht, Singdrossel und gar ein Zilpzalp zu sehen. Die Wasservögel auf dem See hingegen waren im nächmittäglichen Gegenlich nicht optimal zu erkennen, so dass vorallem die Renaturierungsmassnahmen im Ala-Schutzgebiet und im angrenzenden Golfareal auffielen. Hier eine Liste der beobachteten Vogelarten sowie weitere Bilder der Exkursion. Auch die legendäre Burganlage Weissenau aus dem 13. Jh. wurde beiläufig besucht. Weiterführende Informationen zum Schutzgebiet und Burganlage Weissenau finden sich hier im Netz. (Willi Joss)


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Naturfoto- und Naturfilmabend vom Freitag, 22. Januar 2010

Zum vierten Mal organisierte Andy Jaun diesen Anlass im Schüpfenried bei Uettligen und konnte wieder 16 "Gwundrige" begrüssen. Angekündigt war ein Diavortrag von Theo Reiss, mit Bildern aus den Everglades (Florida). Die Ausführungen zu den tollen Bildern aus dem faszinierenden Lebensraum "Mangrovensumpf" kommentierte seine Partnerin Judith Wetzel. Alle fanden, dass die brillianten Dia-Bilder der digitalen Welt immer noch den Rang ablaufen! Anschliessend sahen wir einige Sequenzen aus Hans Kurmanns neustem Werk der Libellen im Grossen Moos. Zum Schluss erfuhren wir Neues aus der interessanten Tier- und Pflanzenwelt aus der Camargue. Willi Joss präsentierte seine Schnappschüsse und einige kleine Digi-Filmschnitte von der seltenen Rotflügel-Brachschwalbe sowie von Flamingos, Wildpferden und die eben typischen Tier- und Pflanzenarten aus der Camargue in Südfrankreich. (Willi Joss)


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Erlebnis-Wanderung im Jura mit Fondueplausch vom Samstag, 16. Januar 2010

Als erste Aktivität dieses Jahres stand am Samstag ein Winterwander-Erlebnis im Jura auf dem Programm. Gegen 11.00 Uhr konnte Pius Freiermuth auf dem Trekking-Gelände von Tony & Beate Krähenbühl in La Chaux d'Abel zehn "Spurensucherinnen und Spurensucher" mit dem Znüni-Kaffee begrüssen. Danach gings mit Schneeschuhen bei angenehmen Wintertemperaturen auf den Spuren verschiedener Tierarten durch die winterliche Juralandschaft. Unter dem Motto "Der Weg ist unser Ziel", genossen wir die Stille dieser einmaligen Landschaft zwischen La Ferrière und Les Bois. Auf der Wanderung kreuzten wir Spuren von Fuchs, Marder, Hase, Reh und einigen Vogelarten. Nach der erfrischenden Exkursion gabs auf dem Hof zur Aufwärmung als Höhepunkt des Tages einen gemütlichen Fondue-Plausch. Dieses Gelände eignet sich nicht nur als Wanderparadies, denn auf dem Hof der Familie Krähenbühl gibt es auch Hunde, 12 Maultiere und gar Wildschweine zu sehen. Auch Unterkunft und organisierte Ausflüge sind Teil ihrer Lebensgrundlage. (Willi Joss)


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Umplazierung von Nisthilfen im Bergfeld vom 19. Dezember 2009

Im Bergeld Hinterkappelen stehen seit diesem Herbst die Umrissprofile der einzuzäunenden Parzelle auf dem arrondierten Areal der Jagdschützen Bern. Bevor die Profile in einen festen Schutzzaun umgebaut werden, mussten rund zwanzig innerhalb dieser Parzelle hängende Nisthilfen umplaziert werden. Am Samstag, 19. Dezember fand ich endlich Zeit, diese Umplazierung vorzunehmen. Im Schutze des Waldes, mit einem feinen Schneeteppich belegt, suchte ich bei frischer Biese die gefährdeten Nisthilfen und hängte sie an einen geeigneten Standort ausserhalb des geplanten Schutzzauns. Eindrucksvolle Bilder dieser ruhenden Winterlandschaft entschädigten mich für die mühsame Umherstapferei in diesem gerodeten Waldstück.
(Willi Joss)




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Dankes-Apéro an die freiwilligen Helferinnen und Helfer vom 28. November 2009

Der Vorstand des NVW lud Ende Oktober zum Freiwilligen-Apéro ein. Im Vereins-Depot "Altes Schützehaus" Hinterkappelen tischten Barbora Neversil und
Theres Kappeler ein Super-Buffet sowie Getränke und Glühmost auf. Hiermit bedankte sich der NVW für die tatkräftige und solide Hilfe seiner Mitglieder, die im 2009 zum Erfolg zweier Grossanlässe beigetragen haben: Das  BVS-Jubiläum im Juni mit Regierungsrat Rickenbacher im Schüpfenried und der NVW-Stand und Mosterei am Dorfplatzmärit in Hinterkappelen im Oktober. Gut ein Dutzend Personen genossen das Buffet und nutzten den Anlass zum angeregten Austausch. Wer die beiden Anlässe nochmals Revue passieren lassen will, klickt auf dieser Seite die erwähnten Berichte und/oder Bilder an und geniesst einfach nochmals die schönen Momente. (Barbora Neversil)




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Vortrag über Schmetterlinge, Raupen und ihre Futterpflanzen vom 13. November 2009

An Stelle des Vortrages über "Eulen und Käuze" vom 01.12.09 (Kollision mit Gemeindeversammlung) konnte der versierte Fotograf und Naturkenner Willi Ingold gewonnen werden. Sein bebilderter Vortrag zum Thema "Schmetterlinge, Raupen und ihre Futterpflanzen" führte uns zurück in die warmen Sommermonate. Thematisiert wurde auch der ideale Lebensraum für Schmetterlinge im eigenen Garten. Ergänzend dazu wurde auch auf laufende Schmetterlings-Kartierungen in unserem Gemeindegebiet hingewiesen.
(Willi Joss)



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Herbstputz in der grössten Fledermauskolonie in der Gemeinde vom 7. November 2009


Unsere Gemeinde Wohlen kann stolz sein auf die Kolonie der "Grossen Mausohren" in Hofen am Wohlensee. Von dieser Art gibt es in der Schweiz nur gerade noch 100 bekannte Wochenstuben. Wochenstuben sind Orte, an denen sich die weiblichen Tiere während des Sommers versammeln um gemeinsam ihre Jungen zu gebären. In Hofen leben etwa 250-300 Mausohrweibchen. Jedes Jahr bringen sie rund 100 Junge zur Welt! Das Grosse Mausohr ist mit seinen 40 cm Flügelspannweite eine der grössten Fledermäuse in der Schweiz. Eine Kolonie dieser Grösse hinterlässt ganz schön viel Mist. Thomas Leu und Ellen Bruske (Mitglied der Bernischen Informationsstelle für Fledermausschutz, BIF) räumten darum am 7. November den Kot vom Zwischenboden unterhalb der Kolonie weg. Dieses Jahr waren es ganze 25.6 kg! Die Anfallende Menge Kot ist auch ein Indiz dafür, wie sich die Koloniegrösse im Verlauf der Jahre verändert. Erfreulicherweise können wir in unserer Wohlener Kolonie immer noch einen leichten Aufwärtstrend feststellen. (Thomas Leu)



weitere Bilder zur Aktion


Pflegeaktion im  Feuchtgebiet "Stägmatt" Hinterkappelen vom 7. Oktober 2009


Im vergangenen Sommer entwickelten sich die Stauden und Gehölze im 180 Meter langen Feuchtgebiet entlang des Uferwegs in der Stägmatt wieder zu urwaldartiger Dichte. Das Ziel der Pflegeaktion war deshalb das Wegschneiden von Gehölzen im Bereich des Wiesenstreifens nördlich des Baches und beim Weiher Stägmatt. Zudem galt es, "Nester" der Kanadischen Goldrute auszuhacken. Fünf Mitglieder des NVW führten diese Arbeiten bei angenehmem Wetter unter der Leitung von Peter Fluri durch. Durst und Hunger wurden zwischendurch mit einem Zvieri gestillt, so dass die tatkräftige Gruppe den Nachmittag voll auszunutzen vermochte. Sehr günstig war, dass die Gemeindebetriebe das hohe Gras und die Stauden im Wiesenstreifen vorgängig gemäht hatten. Die Wasserfrösche und Ringelnattern können sich somit nächsten Sommer
wieder aufs Sonnenbaden freuen. (Peter Fluri)



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Pflegearbeiten im  Nistkastenpark Bergfeld vom 31. Oktober 2009


Am Samstag fand die Schlusskontrolle und Reinigung der 130 Nisthilfen - vorwiegend für Meisenarten, Kleiber und Trauerschnäpper - im Bergfeld statt. Um 09.00 Uhr starteten wir zu viert: Walter Leuenberger, Bruno Lauper, Daniel Isenschmid und ich als Protokollführer und Statistiker. Zwei Personen holten mit den Teleskop-Stangen der Reihe nach die Nisthilfen vom Baum und reinigten sie. Die verlassenen Nester wurden aufgrund früherer Erhebungen der entsprechenden Vogelart zugeordnet und in die Statistik eingefüllt. Im Laufe des Tages wurden auch kleinere Reparaturen an den Nisthilfen ausgeführt, da der Buntspecht einige arg traktiert hatte. Acht altersschwache Kasten mussten mit neuen ersetzt werden. Die Ergebnisse dieses Brutjahres werden auch im Jahresbericht 2009 veröffentlicht werden.
An dieser Stelle danke ich all meinen Helfern, die mich dieses Jahr bei den Brutkontrollen im Bergfeld unterstützt haben! (Willi Joss)



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NVW-Stand am Chappelemärit vom 24. Oktober 2009

Mosten und Apfelschälen was das Zeug hält – alles zum Thema Hochstamm

Der NVW war am Chappelemärit vom 24. Oktober in Hinterkappelen mit einem grossen, schönen Stand zum Thema Hochstamm präsent. Es ergaben sich zahlreiche, interessante Gespräche mit den verschiedensten Leuten. Zum attraktiven NVW-Angebot gehörten eine Mostpresse, die von Regula Baumgartner betrieben und mit eigenen Hochstammäpfeln gefüttert wurde. Der frisch gepresste Most schmeckte köstlich und wurde auch vom Publikum sehr gerne probiert! Auf Interesse stiessen die alten Apfelsorten, die Regula in Kisten ausgestellt hatte: Berner Rose, Zitronenapfel, Suurgrauech sind nur einige Beispiele der grossen Vielfalt.

Beim Apfelwettbewerb mit der Schälmaschine waren Geschicklichkeit und gutes Augenmass gefragt. Die längste Apfelschinti machte Vereinsmitglied Dominik Schittny mit 2.40 Meter. Die Geschwister Sandra und Andreas Grimm schälten beide genau 2.30 Meter. Oli Bay schaffte als einer der jüngsten Teilnehmer 2.24 Meter und kam auf Rang drei. Gemeindepräsident Christian Müller kam zwar nicht mehr in die Ränge, aber mit seiner Apfelschale immerhin auf 2.12 m. Von Hand schälte Theres Studer und erreichte sagenhafte 1.92 m. (Rangliste)

> Am Stand gab es auch viele Hochstammprodukte zu kaufen: Der leckere Säriswiler-Honig von Martin Ruchti fand reissenden Absatz und auch Birnel sowie getrocknete Apfel- und Birnenschnitze waren gefragt. Der NVW verkaufte zudem Hochstamm-Most von Fritz Sahli. Abgerundet wurde das Angebot durch eine vielfältige Präsentation verschiedener Nisthilfen, die der NVW im Angebot führt, sowie durch grosse Informationstafeln über die Bedeutung von Hochstamm-Obstgärten, die zum Beispiel der Gartenrotschwanz (Vogel des Jahres 2009) als Brutplatz dringend benötigt.
> Für diesen Grosseinsatz
danken Therese Kappeler und Barbora Neversil als OK allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich!
(Barbora Neversil/Therese Kappeler)



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Bilder vom Chappeleleist


Wohlenseeputzete des Schutzverbandes Wohlensee (SVW) vom 17. Oktober 2009


Es ist 8 Uhr Morgens und gerade erst beginnts zu "Tagen". Letzte feine Nebelschleier verziehen sich von der Wasseroberfläche des Sees. Pünktlich begrüsst der Organisator der Wohlenseeputzete, Hans Hofmann aus Hinterkappelen, die eingetroffenen Frauen und Männer beim Parkplatz der Wohleibrücke. Den Bootsführern werden die entsprechenden Personen zugeteilt, so dass bald darauf alle mit einem gefüllten "Znünisäcklein" ausrücken können. Das Polizeiboot ist bereits unterwegs und wartet auf die Taucher beim Stägmattsteg. An beiden Standorten stehen Schuttmulden bereit für den einzusammelten Zivilisationsmüll. Ich und mein Mitsammler Hansueli, werden dem Bootsführer Franz Josi zugeteilt. Wir fassten den Auftrag, das rechte Seeufer, ab Stägmattsteg bis hinunter in die Eybucht zu säubern. Nebst den vielen unverrottbaren Pet- und Bierflaschen, Plastik- und Eisenteilen fördert das gesamte SVW-Suchteam an diesem Samstagmorgen zwischen Seftausteg und Wohleibrücke mehrere Velos, Hinweisschilder, ein Roller und vieles mehr aus dem Wasser. In den bereitgestellten Schuttmulden soll der Abfall dann am Montag fachgerecht entsorgt werden.
Das anschliessende Mittagessen, ab 13 Uhr im Kipferhaus, bot anschliessend Gelegenheit zum Gespräch unter all den unterschiedlichen Seeputzern und -nutzern. Herzlichen Dank allen Mitwirkenden - nicht zu vergessen die Küchencrew - die wiederum ein vom SVW offeriertes feines Mittagessen bereit stellte.
(Willi Joss)



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Pilz-Exkursion bei Wahlendorf vom 10. Oktober 2009


Nach einem regnerischen Samstag Morgen fanden sich vier Interessierte um 13.30 Uhr beim Treffpunkt in Wahlendorf ein. Am Himmel zeigten sich blaue Fenster, welche immer wieder die Sonne durchscheinen liessen. Der Pilzfachmann Peter Kradolfer aus Innerberg erklärte zu Beginn, dass von den über 4'000 von blossem Auge sichtbaren Pilzarten in der Schweiz rund 300 als Speisepilze gelten. Davon zählen aber nur ca. 30 Arten zu den "guten" Speisepilzen. Auf dem dreistündigen Rundgang durch die Wälder westlich von Wahlendorf fanden wir über 30 Pilzarten. Am häufigsten zu sehen war der auf totem und lebendem Holz in Büscheln wachsende Hallimasch. Junge Exemplare sind essbar. Neben wertvollen Speisepilzen wie dem Rotfussröhrling, Fleischroten und violettgrünen Täubling fanden wir auch den hochgiftigen Spitzhütigen Knollenblätterpilz. - Eine Speisepilz-Ernte für das Abendessen war auf dieser Exkursion nicht zu erwarten; denn bis vor zwei Tagen herrschte eine lange Trockenheit. Überraschend war aber die grosse Artenvielfalt der gefundenen Pilze. Die Teilnehmerinnen bedankten sich bei Peter Kradolfer mit einem kleinen Geschenk für seine interessanten und fundierten Erklärungen.
(Peter Fluri)



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Beobachtung der Zugvögel auf der Gurnigel-Wasserscheide vom 4. Oktober 2009


Ein wunderschöner Herbsttag erwartete dieses Jahr ein kleineres Grüppchen des NVW, die sich dieses Jahr für die Zugvögel im Rahmen der internationalen Zugvogel-Tage (3./4. Oktober 2009) auf der Gurnigel-Wasserscheide interessierten. Auch heute führte die Tour über Riggisberg, wo bei der Kirche die ersten Zugvögel erwartet wurden. Rotmilane und Bussarde sowie diverse Kleinvögel liessen sich hier bereits beobachten. Der eigentliche Vogelzug wollten wir aber erst auf der Wasserscheide des Gurnigels auf 1'600 MüM beobachten. Hier trafen wir wieder auf den Partner-Verein aus Uetendorf, der den lokalen Info-Stand zum Vogelzug betreute. Gemeinsam mit einer jungen Bund-Redaktorin, Frau Daniela Rölli, beobachteten wir bei schönstem Herbstwetter die spärlich anfliegenden Zugvögel. Wie vermutet war  - bedingt durch die lange Schönwetterperiode - der Vogelzug an diesem Tag nicht besonders ausgeprägt. Die Vögel ziehen bei solchen Wetterverhältnissen dann täglich gegen Süden. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo gesamtschweizerisch an 50 Standortenrund 150'000 Vögel gezählt wurden, konnten dieses Jahr an 55 Ständen nur 44'300 beobachtet werden. Vor allem Kleinvögel wie Buchfinken und Schwalben sowie einige Bussarde, Falken und Sperber überflogen die Wasserscheide westwärts. Auch unser grösster Greifvogel, der Steinadler zeigte sich wieder in seinem Revier im Gurnigel.
Um 16.00 Uhr meldete der Verantwortliche aus Uetendorf der Koordinationsstelle, die ermittelten Zugvogel-Daten dieses Tages. Das Interesse am Info-Stand war dieses Jahr sehr gross. Gegen 200 Personen besuchten schätzungsweise die Beobachtungsstation auf der Gurnigel-Wasserscheide! Hier noch ein Link auf den Bund-Artikel, den Daniela Rölli am Montag verfasste.
(Willi Joss)

(BirdLife International veranstaltet im Oktober jeweils ein World Bird Festival. In Europa machen BirdLife Partner in 24 Ländern mit. In der Schweiz wird der Anlass vom Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz organisiert
)






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Pflegeeinsatz im Kreuzkrötenareal in Illiswil vom Samstag, 26. September 2009

Auf dem Areal der ehemaligen Kiesgrube am westlichen Dorfrand von Illiswil hat sich in den vergangenen 10 Jahren ein artenreiches Naturareal mit Tümpeln und Trockenstandorten entwickelt. Trotz kurzfristiger Ankündigung durch Landschaftskommission, NVW und Agenda 21 haben sich bei wunderschönem Herbstwetter mehr als 10 Leute eingefunden. Ziel ist, den idyllischen Ort auch für die Kreuzkröten als Lebensraum zu erhalten. Wir begannen beim grossen Tümpel, wo auch der trockene Herbst Wasser übrig liess und rissen vor allem Rohrkolben aus. So wird der Pioniercharakter der Wasserfläche wieder hergestellt. Dank des Elans der Freiwilligen konnten wir schliesslich zwei von drei Tümpeln sanieren und ersparen so dem Gebiet wie auch dem Steuerzahler für die nächste Zeit einen Baggereinsatz. (Bericht Stephan Lussi / Fotos Andreas Jaun)






Orchideenschutz an Wegrändern unserer Wälder im Sommer 2009

(Aufgrund immer perfekterer und radikalerer Waldwegpflege berichtet Martin Ruchti über seine Motivation, gefährdete Orchideen zu schützen)

Als Jugendlicher musste Martin Ruchti von Säriswil aus nach Schüpfen zum Zahnarzt. Der lange Fussmarsch über Wahlendorf führte ihn über Waldwege nach Schüpfen. Schon zu jener Zeit habe er die schönen Orchideen am Wegrand bewundert. Besonders die Breitblättrige wie die Braunrote Sumpfwurz (Stendelwurz), das zierliche rote Waldvögelein sowie die Weisse Waldhyazinthe hatten es ihm angetan. Zu dieser Zeit konnten die Waldorchideen noch ungestört gedeihen. Die Wegmeister zu jener Zeit waren mit Schaufel und Hacke auf den Waldwegen unterwegs. Seit Jahren pflegt Martin Ruchti ein kleines Waldstück am Südhang des Frienisberg. Daran führen an zwei Seiten Waldwege vorbei. Auch hier erfreute er sich an den seltenen kleinen Waldorchideen. Leider ist die Ruhe für diese Pflanzen seit einigen Jahren vorbei. Jetzt kommt Ende Juni Anfangs Juli der moderne "Waldwegmeister" mit einer Riesenmaschine mit Mähbalken und mäht bodeneben 1,5 Meter breit alles nieder was da wächst. Zu dieser Zeit stehen die Orchideen in voller Blüte und wenn sie jährlich im Sommer gemäht werden können sie keine Samen bilden um sich damit fortzupflanzen. Diese hochspezialisierten Pflanzen benötigen genau diesen Standort. Sie leben auf kalkhaltigen, steinigen und krautarmen, teilschattigen Böden. Martin fragt sich, warum die Waldstrassen schon ab Juni sauber und gründlich gemäht werden müssen. Ein Schnitt im Spätherbst würde vollauf ausreichen. Es sind ja meist keine öffentlichen Autostrassen.
Dieses Jahr konnte Martin Ruchti nicht mehr zusehen wie die bundesrechtlich geschützten Orchideen zu Grabe gemäht werden.
Er sieht seine Aufgabe darin, Waldspaziergänger auf die Orchideen aufmerksam zu machen. Gesagt - getan, Martin
machte sich ans Werk. Willi Joss entwarf auf Anfrage die A4-Plakate mit Text und Bild, ein weiterer Freund laminierte die Plakate, so dass Martin noch die Anschlagstafeln mit dem Pfahl anfertigen musste. Mit Hilfe von Walter Leuenberger und Bruno Lauper hat das Trio anschliessend drei ausgewählte Standorte mit Orchideen markiert und eingezäunt. Die Aktion blieb im Wald nicht lange unbemerkt, denn schon bald meldeten sich die ersten Wanderer und ein Orchideen-Spezialist, Jakob Gnägi aus Meikirch, bei Martin Ruchti. Zu seiner grossen Freude wurden die markierten Orchideen - ca. 100 Stöcke - dieses Jahr durch die Markierung nicht abgemäht. Herzlichen Dank den verantwortlichen Wegmeistern! Voll motiviert wird Martin Ruchti nächstes Jahr im Rahmen des NVW die Aktion "Orchideen-Rettung" noch grösser und früher beginnen! Ein Lichtblick, dass unsere Nachwelt diese wunderschönen Orchideen auch noch bewundern kann.
Zum Schluss ein Zitat: Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat schon verloren!
(Martin Ruchti / Willi Joss)



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Grillieren in der Schrebergarten-Anlage Ey Hinterkappelen vom 7. August 2009


Dieses Jahr vermochte der unterhaltsame Anlass in der schönen Schrebergarten-Anlage Ey 26 Personen anzulocken. Dank Heidi und Sepp Hodler konnten wir auch dieses Jahr das idyllisch gelegene Gartenhäuschen benutzen. Bei interessanten Gespächen gabs schon bald den Hauptgang vom Grill mit vielen feinen Köstlichkeiten. Als zusätzliche Bereicherung - wie angekündigt - bekam Christof Schüepp Gelegenheit in einem Kurzvortrag über seine Feld-Forschungsarbeiten zu berichten. Gut verständlich erklärte er uns, warum und in welchem Zusammenhang junge Kirschbäume über das Gemeindegebiet hinaus gepflanzt wurden. Seine Untersuchung beschränkte sich auf die Besiedlung der jungen Kirschbäume
durch Grabwespen und weiteren Insektenarten im Verhältnis zu ihrer Umgebung im Kulturland. Er veranschaulichte dies mit Insekten-Präparaten und Schilfröhrchen, die die Grabwespen als Nest nutzen. Noch vor dem grossen Desseret-Buffet benutzte der NVW-Präsident Peter Fluri die Gelegenheit, Christof Schüepp für den prägnanten Vortrag zu danken und ein paar Worte an die zahlreich mit Gebäck aufgekreuzten Gäste zu richten. All den lieben Spenderinnen und Spendern der feinen Desserts sei hier nochmals ganz herzlich gedankt! (Willi Joss)



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Schleiereulen-Exkursion vom 15. Juli 2009


Erwartungsvoll versammelten sich um 21.15h zwanzig Schleiereulen-Fans auf dem Viehschauplatz in Uettligen. Der Exkursionsleiter und Biologe Thomas Leu begrüsste die interessierte Schar und erklärte das heutige Exkursions-Ziel auf dem Hof Tschannen in Murzelen. Hier zieht eines der überlebenden Schleiereulenpaare in der Gemeinde Wohlen ihre Jungen auf. Nach dem relativ strengen Winter sind etliche Schleiereulen umgekommen und die meisten der rund 20 Nisthilfen im Gemeindegebiet blieben dieses Jahr verwaist. Kurz nach Eintreffen auf dem Hof in Murzelen hören wir bald ein gespenstisches Zischen und Krächzen aus der Scheune. Thomas Leu bemerkt, dass das die Laute der jungen Schleiereulen seien und erläutert die Lebensweise dieser scheuen Eulenart. Alle sind begeistert, als er bald darauf zwei der vier jungen Schleiereulen aus dem Kasten holt und uns vor Augen führt. Zwischendurch kurvte geisterhaft ein Altvogel ums Haus, der sich sicher fragte, was diese Menschenansammlung um diese Zeit hier mache. Die vorgerückte Dunkelheit hiess uns bald, die Jungeulen wieder in den Kasten zu setzen und den mystischen Platz zu räumen. Denn die Schleiereulen müssen fleissig Mäuse jagen, damit die 4 Jungeulen bald flügge werden und den Bestand erweitern können. Mit diesen eindrücklichen Erlebnissen entschwanden wir vom Hof nach Hause und wurden uns gewähr, dass kein noch so schöner Fernsehabend erlebnisreicher hätte sein können
. (Bericht und Bilder Willi Joss)



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Schmetterlingsausflug an die Mittagflue bei Boltigen im Simmental vom 28. Juni 2009


Da der Samstag sehr gewitterhaft angekündigt war, hatte Thomas Leu kurzfristig entschieden die zweitägige Exkursion nur am Sonntag durchzuführen. Wie sich zeigte, war der Entscheid richtig, der Samstag war mehr oder weniger bedeckt und im Simmental regnete es zeitweilig. Am Sonntag war dann mehrheitlich schönes Sommerwetter, so dass die teilnehmenden 20 Personen eine grosse Palette an Schmetterlingen zu sehen bekamen. Die Interessierten konnten die Schmetterlinge - vom kleinen Schwarzspanner bis zum grossen Apollo-Falter über seltene Bläulinge - eigenhändig einfangen und mit Hilfe der Fachliteratur und den erfahrenen Insektenkennern Thomas, Barbara und den beiden Andreas, die Schmetterlinge bestimmen lassen.
Natürlich genossen wir auch die vielen Blumen, insbesondere die Orchideenarten, die auf dieser Höhe noch in voller Blüte standen. Auch die vorhandenen Vögel wurden interessiert beobachtet und von Beat Zwygart registriert. Die Liste der Vögel sowie die Liste der Schmetterlinge kann als PDF-Dokument gesichtet werden. Die Artenliste zu den bestimmten Schmetterlingen hat Thomas Leu mit Andreas Steiger zusammengestellt. (Bericht und Bilder Willi Joss)



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Fledermaus-Exkursion am Wohlensee vom 24. Juni 2009


Um 21.15 Uhr war für die Fledermäuse am Wohlensee zwar noch nicht Zeit zum Ausfliegen aber die Zeit vor dem Eindunkeln nutzte die Biologin Irene Weinberger gekonnt, um den 30 Interessierten grundsätzliches über unsere heimischen Fledermäuse zu erzählen.
Von den rund 30 vorkommenden Fledermausarten in der Schweiz würden wir an diesem Abend wahrscheinlich bloss 3 bis maximal 4 Arten sehen oder hören können, erklärte sie. Auf einem gemütlichen Rundgang Richtung Wohlei versuchten wir unterwegs mittels Klang-Detektoren die Ultraschall-Rufe einiger vorbei huschender Fledermäuse zu orten. Dies gelang vorwiegend beim Ausflug der "Grossen Mausohren" beim Hof Christen in der Wohlei, wo uns Duzende um die Ohren flatterten. Beim Rückmarsch in der Dunkelheit konnten wir über dem Wohlensee noch einige Wasserfledermäuse im Schein der Taschenlampen beim Jagen beobachten. Gegen 23.00 Uhr waren die Fledermäuse sichtlich munterer als die meisten ExkursionsteilnehmerInnen. Herzlichen Dank an Irene Weinberger für die interessanten Ausführungen zu diesen heimlichen Nachtflatterern.
Eine kleine persönliche
Entdeckung möchte ich hier noch anmerken, denn auf meinem Heimweg am Natursträsschen in den Wohlengraben, konnte ich noch zwei kleine Leuchtkäferchen (Weibchen) finden und für euch bildlich festhalten (siehe nebenstehenden Link "Bilder"). Ich hoffe, dass auch diese noch lange in unserer Gemeinde zu finden sind. (Willi Joss)



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Jubiläumsanlass "20 Jahre BVS" im Schüpfenried bei Uettligen vom 13. Juni 2009


Am Samstag, 13. Juni, hat bei schönstem Juniwetter der Jubiläumsanlass zum 20jährigen Bestehen unseres Kantonalverbandes BVS in Uettligen stattgefunden. Es war ein grosser Anlass und ein grosser Erfolg: Auf dem Biohof Schüpfenried fanden sich gut 80 Personen aus allen Kantonsteilen ein, darunter Ehrengast und Hauptredner Regierungsrat Andreas Rickenbacher. In seiner Rede lobte er den ehrenamtlichen Einsatz der Vogelschützerinnen und Vogelschützer. Diesen brauche es, denn der Staat alleine könne die ihm aufgetragenen Aufgaben nicht bewältigen. Rickenbacher gratulierte und dankte dem BVS und seinen Sektionen für die Unterstützung seiner Arbeit.
BVS-Präsidentin Theres Keller gab in ihrer Rede einen Abriss der Geschichte des BVS und würdigte den Gründungspräsidenten Martin Müller und sein unermüdliches Engagement. Sie betonte, wie wichtig die Vernetzung in der Natur aber auch unter den Mitgliedern und Sektionen sei. Die Verteterin des SVS, Christa Glauser, war eigens aus Zürich angereist. Sie würdigte in ihrem Grusswort die bisherigen Aktivitäten des Kantonalverbandes und  wünschte dem BVS viel Mut und Elan für die kommenden 20 Jahre! Gemeindepräsident Christian Müller lobte in seinem Grusswort die ehrenamtliche Arbeit, die in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich sei. Er lobte den Natur- und Vogelschutz Wohlen als äusserst aktiven Verein, dem grosse Verdienste für die Gemeinde zukämen.
Nach dem köstlichen Mittagessen in der Hostet, das Ruedi und Christine Wüthrich zubereitet hatten, machte sich die Gästeschar auf zur Pflanzung der Jubiläumseiche. Am gut vorbereiteten Pflanzplatz nahmen als erste Regierungsrat Rickenbacher und BVS-Präsidentin Theres Keller die Schaufel in die Hand, gefolgt von den Sektionspräsidenten. Nicht fehlen durften beim Schaufeln der BVS-Ehrenpräsident Martin Müller und der Bio-Landwirt Fritz Sahli, auf dessen Boden die stattliche Eiche nun wachsen darf.
Aus Zeitgründen verabschiedete sich Regierungsrat Rickenbacher bald und die übrigen Gäste liessen sich von Peter Fluri und dem NVW-Team bei sehr warmen Temperaturen durch die Landschaftskammer Falkwil führen. An vier Posten wurde die Artenvielfalt und die Vernetzunmg der Lebensräume angeschaut und diskutiert.
Mit einiger Verspätung aber sichtlich zufrieden kehrten die Jubiläumsgäste am späteren Nachmittag zum Biohof zurück und löschten den Durst mit Hochstamm-Most. In der Hostet gab es nochmals Gelegenheit, sich auszutauschen und zu "vernetzen" und den schönen Tag angenehm ausklingen zu lassen.
Allen Helferinnen und Helfern des NVW, die mit ihrem grossen und professionellen Engagement zum gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben, danke ich an dieser Stelle ganz herzlich. Mit unserer Arbeit hinterlassen wir nicht nur in der Landschaft positive Spuren, sondern auch in den Köpfen mancher Personen, und das ist ebenso wichtig.
(Barbora Neversil)





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Pflege der Jubiläumshecke im Falkwil bei Uettligen vom 16. Mai 2009


Als die 9 Helfer/innen um 13.30 Uhr eintrafen, stand bereits ein Traktor mit Kippanhänger mit Holzschnitzeln vor der Pflanzung. Diese ist 95 Meter lang und 5 Meter breit. Eine 10 Meter lange Lücke unterteilt sie in ein 50 und ein 35 Meter langes Stück. Die Hecke wurde im November 2007 aus Anlass des Jubiläums "20 Jahre Heckeninventar Wohlen 1986-2006" auf dem Land von Biolandwirt Peter Aeschlimann angelegt. Von den jungen Pflanzen überragten jetzt nur einzelne Triebe das dichte hohe Gras.

In einem dreistündigen Einsatz mähten wir das Gras (bei den Sträuchern mit Scheren und Sicheln, dazwischen mit der Motorsense). Das Mähgut brachten wir zum Traktor (Futter für Kühe). Die unzähligen kräftigen Blacken hoben wir mit Blackeneisen aus und füllten sie in separate Säcke ein. Rund um die Stämmchen der Sträucher legten wir Holzschnitzel aus. Diese Arbeiten führten wir im 50 Meter langen Pflanzstreifen durch. Im kürzeren Streifen hoben wir lediglich die Blacken aus.
Um 16.30 Uhr erfreuten wir uns am feinen Zvieri aus Bio-Produkten, das Monika Aeschlimann gebracht hatte.
(Martin Ruchti, Peter Fluri)



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Bergfeldexkursion in Hinterkappelen vom 3. Mai 2009

In der Morgendämmerung fanden sich um 05.30h beim Kipferhaus 27 erwartungsvolle Naturinteressierte. Viele in der Hoffnung die Stimmen unserer Vögel wieder einmal bewusst wahrnehmen zu können. Dazu ist unsere Leiter, Walter Leuenberger, genau der richtige Mann. Ihm sind Aufwachrhytmen, Gesänge und Lebensweise unserer Vögel geläufig. So begann die spannende Exkursion im stark veränderten alten Dorfteil von Hinterkappelen, wo nur noch wenige alte "Hoschteten" (Hofstatt) intakt stehen. Dann gings hinunter zum Wohlensee, der Aumattvernässung entlang Richtung Oberdettigen. Nach einem Abstecher zum ornithologisch interessanten "Dettigenwäldli" gings dem Bachlauf entlang zurück zum "Alten Schützenhaus" am Lättibach in Hinterkappelen.
In unterschiedlichen Biotopen konnten dieses Jahr insgesamt 55 Vogelarten gehört oder beobachtet werden. Zu den schönsten Beobachtung gehörten die Braunkehlchen bei den Kreuzkröten-Tümpeln im Runimoos und die Füchse in der Schürmatt-Hecke.
Herzlichen Dank dem engagierten Leiter für die kompetente Führung dieser traditionellen Frühexkursion! (hier die Bilder)
In unserem neuen Vereinslokal, dem "Alten Schützenhaus", gabs anschliessend ein feines "Znüni", wo bei angeregter Diskussion ein schöner erlebnisreicher Sonntagmorgen ausklang.
(Willi Joss)


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Höhlenbrüter im Bergfeld, Brutkontrollen vom 2. Mai und 6. Juni 2009


Für diese beiden Brutkontrolle bekam ich Hilfe von Walter Leuenberger, Bruno Lauper, Lukas & Simon Räz sowie 4 weiteren erwachsenen Personen, dazu fünf Kinder die begeistert die Brutkontrolle mitverfolgten. Jetzt steht fest, dass nicht nur der Marder, sondern auch der strenge Winter seinen Anteil an Meisen forderte. Kohlmeisen- wie auch die Kleiberbruten scheinen dieses Jahr weniger zu sein. Was aber erstaunte ist, dass wir mehr Bruten der Blaumeise feststellen konnten. Hier die vorläufigen Ergebnisse der erfolgreichen Bruten: Kohlmeisen 27, Tannenmeisen 13, Blaumeisen 7, Sumpfmeisen 3, Trauerschnäpper 6, Kleiber 1 Brut. Auffallend ist der starke Rückgang des Kleibers!
Wir sind gespannt, wie sich die Bruten bis zur Schlusskontrolle im Herbst entwickeln. Vorläufig besten Dank den Helferinnen und Helfern für die Unterstützung bei den beiden Brutkontrollen.
(Willi Joss)



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Nationaler Tag der Hochstammbäume vom 25. April 2009
Feldbegehung und Informationen zum Thema "Landwirtschaft und Natur" in Uettligen


Bei warmer Frühlingssonne konnte Martin E. Gerber im Namen des Gemeinderates Wohlen um 13.30 Uhr beim Biohof Schüpfenried über 30 BesucherInnen begrüssen. Er würdigte die erspriessliche Zusammenarbeit der Partner im Netzwerk Landwirtschaft - Naturschutz - Gemeindebehörde und dankte dem NVW für die Organisation. Peter Fluri informierte über die Inhalte des Nachmittags: "Hochstamm-Obstgärten" und "Hecken mit extensiven Wiesen".  Der Landwirt Fritz Sahli gab einen Überblick über seinen Bio-Betrieb mit Hofladen und erklärte, warum er rund 150 Hochstammbäume hegt und pflegt. Er ist überzeugt, dass sich die vielfältigen Nützlinge positiv auf seine gesamten landwirtschaftlichen Kulturen auswirken. Der Mostobst-Erlös und die ökologischen Direktzahlungen decken den Arbeitsaufwand für die Bäume nicht (ca. 3-4 Stunden/Baum, inkl. Ernte). Mit dem ökologischen Nutzen ist die Bilanz der Hochstammbäume für ihn aber positiv. Für Michael Schaad vom "Schweizer Vogelschutz" SVS und von "Hochstamm Suisse" tragen die Hochstammbäume wesentlich zur Artenvielfalt und zum ökologischen Gleichgewicht bei. Dies unterstützen viele Konsumentinnen und Konsumenten. Stephan Lussi, Präsident der Landschaftskommission, hob die Bedeutung für die Ästhetik der Landschaft und den Erlebniswert hervor. Werner Kipfer, Ackerbaustellenleiter der Gemeinde Wohlen, zeigte anhand der kantonalen Statistik die rückläufige Tendenz der Hochstammbäume. Viele Obstgärten gehen verloren, weil sie zu wenig wirtschaftlich sind und die erforderlichen Arbeitskräfte fehlen. Dazu kommt das noch unbekannte Risiko mit der Feuerbrand-Seuche. Im Gebiet Falkwil bewiesen Schwärmchen von Goldammern sowie ein brütendes Turmfalkenpaar, dass Hecken mit extensiven Wiesen Artenvielfalt aufweisen. Es wurde aufgezeigt, wie Bund, Kantone und die Gemeinde Wohlen die ökologische Qualität im Landwirtschaftsgebiet fördern. Dank den finanziellen Anreizen produzieren die Landwirte neben Lebensmitteln die Produkte "natürliche Lebensräume", "Artenvielfalt", "landschaftliche Qualität". Es wurde klar, dass die Konsumenten entscheidend mitbestimmen, wie viel Ökologie die Landwirtschaft in Zukunft produzieren wird.
Den gelungenen Rundgang schlossen die Teilnehmer/Innen bei einem Bauernzvieri ab, das vom Biohof Sahli gespendet wurde.
(Peter Fluri)







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Heckenpflege in der "Hagenmatte" im Uettligenfeld vom 04. April 2009

Neun hochmotivierte Freiwillige (davon 3 Jugendliche) durchforsteten die östliche Hälfte der 150 Meter langen Hecke der Familie Räz in der "Hagenmatte" im Uettligenfeld. Sie wurde vor 13 Jahren gesetzt und ist heute ein sehr schöner "naturnaher Trittstein" im Agrargebiet südlich von Uettligen. Das Ziel war, das Gehölz zu verjüngen und auf die ursprüngliche Breite von ca. 4 Metern zurückzuschneiden. Das Schnittgut wurde in Stapeln in die Hecke eingebaut. Den gut 3 stündigen Arbeitseinsatz unterbrach Monika Räz mit einem reichhaltigen Zvieri. Die westliche Hälfte soll in einer späteren Aktion bearbeitet werden.
(Peter Fluri)



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Pflegeaktion im Chräjenäscht-Wald vom 21. März 2009

Im vereinseigenen Hangwald (Typ Aronstab-Buchenwald) haben die Brombeeren, Eschen und Haseln seit der Schlagräumung im Winter 2006/07 zahlreiche kräftige Sprossen gebildet. Elf Helferinnen und Helfer führten an diesem frühlingshaften Nachmittag folgende Arbeiten durch: Brombeeren schneiden und zu Haufen zusammenziehen, Eschen- und Haselsprossen schneiden. Einige Stöcke wurden gespalten oder mit Siloballenplastik "eingepackt". Unter den Brombeernestern kamen junge Buchen, Eichen und Sämlinge von vielen anderen Gehölzarten zu Tage. Reizvoll sehen die zu Torbogen geflochtenen Rosenranken aus. Zudem wurden 10 Elsbeerbäumchen (Sorbus torminalis) gesetzt und mit den üblichen Schutzrohren versehen. Das Ziel ist ein artenreicher, standortypischer Buchenwald. Am Ende des Nachmittags gaben sich die freiwilligen „Forstarbeiter/innen“ zuversichtlich, dass wir mit den seit 2008 durchgeführten Pflegeaktionen auf dem richtigen Weg sind. – Alpenbockkäfer wurden noch keine gesichtet, dafür entdeckten wir in den Buchen-Totholzstapeln süsse Marienkäfer, Schokolade-Eier und Igel aus Züpfenteig
(Peter Fluri)


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36. Hauptversammlung vom 10. März 2009

Präsident Peter Fluri konnte rund 40 Mitglieder willkommen heissen. Die HV ist bekannt für die interessanten Fotoberichte über Naturbeobachtungen und -einsätze im Gebiet zwischen dem Wohlensee und dem Frienisberg. Der Jahresbericht 2008 ist in der Internet-Seite www.birdlife.ch/nvw zu finden. Darin zieht der Vorstand Bilanz über die 21 Anlässe des Tätigkeitsprogramms 2008 sowie über die anderen Vereinsaktivitäten. Der Präsident dankte allen Vorstandsmitgliedern, Exkursionsleitern/-leiterinnen und weiteren Funktionären/ Funktionärinnen für den grossen Einsatz. Die Wirkung davon ist in der Natur im Gebiet von Wohlen sichtbar.
Die Vorstandsmitglieder Barbora Neversil, Andreas Jaun und Thomas Leu wurden für eine weitere Amtsdauer 2009-11 wieder gewählt. Peter Fluri übernimmt für 2 weitere Jahre das Präsidium. Allen wurde für die bisherige und künftige Arbeit applaudiert. Als neue Revisorin wurde Elisabeth Koene gewählt. Sie ersetzt Horst Kleinlogel, der für seine 11 jährige Tätigkeit geehrt wurde.
Eine Vorschau auf den Hauptanlass der Saison 2009, die Jubiläumsfeier 20 Jahre BVS, gab Barbora Neversil. Der NVW ist der lokale Gastgeber des Grossanlasses am 13. Juni im Schüpfenried. Erfreulich viele Mitglieder meldeten sich als Helferinnen und Helfer, sodass wir Regierungsrat Rickenbacher und weitere Gäste gebührend empfangen können.
Zum Schluss berichteten Stephan Lussi (Landschaftskommission Wohlen), Elisabeth Koene (Leiterin eines neuen Projekts über Biodiversitäts-Monitoring) und Diethard Herbst (Schutzverband Wohlensee) über ihre Aufgaben …
…bis plötzlich der "Regenbogenfisch aus dem Wohlensee" auftauchte und erklärte, wie er und seine Artgenossen ungeduldig auf die Realisierung der geplanten Ufer-Renaturierungen in der Inselrainbucht warteten. Die Versammlung versprach ihm Unterstützung.
Der Ausklang erfolgte mit angeregten Gesprächen bei Kaffee und feinen Gebäcken aus den Küchen der HV-Besucher/innen. Auch der Bücher- und Honig-Tisch von Martin Ruchti fehlte nicht und stiess auf grosses Interesse.
(Peter Fluri) Anhang: HV-Protokoll 2009


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Waldsaumaufwertung Eymatt Bern, vom 28. Februar und 14. März 2009

Im Frühling 2009 beginnt der Berner Tierschutz voraussichtlich mit dem Neubau des Berner Tierzentrums in der Eymatt. Es befindet sich oberhalb des Camping Eymatt in einer grossen Waldlichtung. Der Neubau soll die Probleme des sanierungsbedürftigen, zu kleinen Tierheims Oberbottigen, lösen. Im Rahmen dieser Neugestaltung bemühten sich an beiden Anlässen jeweils mehr als 20 Personen aus verschiedenen BVS-Sektionen und der WWF-Heckengruppe um die Aufwertung der Waldsäume. Am Nordhang der Waldlichtung Eymatt hatten zuvor 2 Mitarbeiter der Sektion Muri/Gümligen/Rüfenacht bei mindestens 30 cm Schnee zwei Tage lang geholzt. Unter der Anleitung von Martin Müller legte man bei der ersten Etappe insgesamt 12 Asthaufen an. Mit ihrem speziellen Unterbau dienen einige "erdverbundene Asthaufen" den Igeln als Überwinterungsplatz und auch vielen Insekten, Kleinsäugern und Vögeln als Lebensraum und Brutplatz. Bei der zweiten Etappe wurden die auf den Stock gesetzten Haseln mit grüner Silofolie abgedeckt, damit deren erneutes Wachstum zu Gunsten anderer Sträucher verhindert werden kann. Beim Eymattbächli wurden Weidenstecklinge in den feuchten Boden eingepflanzt. An diesem geeigneten Standort sollen mit den Jahren kräftige "Kopfweiden" entstehen, die wie der aufgewertete Waldrand als wichtige Landschaftselemente dienen. Der Hauptteil der Waldrandaufwertung folgt ab Mitte Februar 2010. Als Dank für den tatkräftigen Einsatz wurden die Helfenden durch die vorzügliche Küche der WWF-Heckengruppe jeweils mit Verpflegung verköstigt. Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern für die gelungenen Einsätze! (Willi Joss / Marianne Ryter)


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Winterexkursion am Wohlensee vom 14. Februar 2009

Wieder einmal führte die Winterexkursion an den Wohlensee. Das diesjährige Thema waren unsere Wasservögel, Renaturierung der Gäbelbachmündung sowie der winterliche Chräjenäscht-Wald über der vorderen Aumatt. Der Leiter Willi Joss durfte an diesem schönen aber kalten Samstag vor dem Kipferhaus 21 interessierte Erwachsene und 6 Kinder begrüssen. Der Reihe nach durchquerten wir den Kappelenring mit den vielen gefiederten Wintergästen in der nähe einer Futterstelle, dann besuchten wir die Eibucht mit einer vielzahl von Entenarten. Gar die umstrittenen 4 Trauerschwäne waren zugegen nebst Hauben- und Zwergtaucher, Gänsesäger, Teich- und Blässrallen. Zwischen angeregten Diskussionen versuchte der Leiter den angepassten Kreislauf von Wasservögeln zu erklären oder das Geheimnis des Tast- und Geschmackssinn eines scheinbar gefühllosen Vogelschnabels aufzudecken. Fast zum Schluss der Exkursion konnte am Südhang unterhalb dem Restaurant Kappelenbücke eine bei uns seltene Rotdrossel beobachtet werden.
Nach dem Verlassen des Wohlensees gabs nun noch einen kurzen Abstecher zum winterlichen Chräjenäscht-Wald. Hier erklärte uns Martin Ruchti kurz den bisherigen Arbeitsverlauf am NVW-eigenen Waldstück mit den darin festgestellten Tier- und Pflanzenarten.
In der Hoffnung auf den bald einziehenden Alpenbock-Käfer und viele weitere positive Überraschungen auf diesem Areal, endete unsere Exkursion mit 47 beobachteten oder gehörten Vogelarten. Darunter waren jedoch 4 ehemaligen Volieren-Vögel, die sich momentan auch auf dem Wohlensee aufhalten
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Abschliessend gabs zur Einweihung im neuen Vereinslokal "Altes Schützenhaus" einen kleinen Imbiss mit wärmenden Getränken. Herzlichen Dank allen, die zum guten Gelingen dieses interessanten Anlasses beigetragen haben! (Willi Joss)





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Naturfilm- und -Fotoabend in Uettligen vom 21. Januar 2009

Auch die dritte Runde, wieder mit einem abwechslungsreichen Programm, war gut besucht! Wir durften wiederum ca. 30 Personen im Vortragsraum von Fritz Sahli begrüssen. An dieser Stelle möchten wir ihm ganz herzlich für die kostenlose Benutzung des Raumes und der Anlage danken.
Den Start machte Willi Joss mit einem Teil seiner interessanten Bildern von seiner Polenreise, zusammen mit Walter Leuenberger. Die tollen Filmsequenzen mit dem Biber begeisterten das Publikum ganz besonders. Anschliessend zeigten Lukas und Dominik tolle Tierfotos von ihren Streifzügen durch die Gemeinde, ergänzt mit weiteren Beobachtungen aus der Schweiz und den Ferien im Ausland. Es ist  besonders erfreulich, wenn auch die jungen Vereinsmitglieder aktiv mitmachen und sogar vor Publikum etwas präsentieren. Als dritter Programmpunkt durften wir Barbora Neversils informative Präsentation über ihren Einsatz für den slowakischen Vogelschutz geniessen. Wer möchte nicht einmal dort dem Wachtelkönig und der Nachtigall zuhören? Vielleicht organisiert Barbora sogar einmal eine Reise dorthin? Frisch gestärkt nach der Pausenverpflegung (danke Barbora und Martin für Kuchen und Güetzi), ging es mit einem weiteren Highlight weiter. Hans Kurmann zeigt uns faszinierende Filmaufnahmen aus seinem früheren Naturgarten. Diesmal waren die Hauptakteure die verschiedenen Vogelarten, aber auch die Libellen durften natürlich nicht fehlen. Einen ganz herzlichen Dank für den Sondereinsatz, damit wir diesen schönen Kurzfilm anschauen konnten. Den Abschluss machte Ruth Schüepp mit ihren schönen und interessanten Naturaufnahmen. Es ist eindrücklich zu sehen mit welchem Gespür sie verschiedene interessante Motive darstellt und kombiniert. Die Herzserie war ein wunderschöner Ausklang dieses Naturfilm- und Fotoabends. (Andreas Jaun)




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Erlebniswanderung in den Jura mit Fondueplausch vom 10.  Januar 2009


Sechs Mutige starteten um 9 Uhr auf dem Parkplatz im Hinterkappeler-Hochnebel-Groove und fanden sich eine gute Stunde später im Berner Jura unter einem hellblau strahlenden Winterhimmel wieder.
Nichts da von Kaffee – alle wollten aufbrechen zur Wanderung über den kalten Schnee. Von den 6 Teilnehmern machten 3 ihre ersten Schritte als Schneeschuhgänger. Gemächlichen Schrittes zog die kleine Gruppe durch die abwechslungsreichen, mit Einzelbäumen oder Baumgruppen durchsetzten Wytweiden der Freiberge. Typische Arten sind Fichte, Weisstanne, Bergahorn und vereinzelt Buche, Esche und Mehlbeere. Dazu Sträucher wie Schwarz- und Weissdorn sowie Hundsrose. Unterwegs hatten wir immer wieder ein offenes Auge für die zahlreichen Tierspuren von Füchsen, Rehen und Hasen. Ein Highlight für jeden Schneeschuhgänger im Jura sind die zu überwindenden Trockenmauern und Elektrozäune. Mit zunehmender Sicherheit und Eleganz wurden auch diese Hindernisse überwunden.
Dieser Tag fand seinen überzeugenden Abschluss mit zwei satt gefüllten Fondue-Caquelons: einmal mit viiiiel und einmal mit wenig Knoblauch; der gemeinsame Nenner war die vor unseren Augen frisch gemahlene Mischung mit kleinem altem sowie grossem Chaux d’Abeler und Raclette-Käse. Wer mehr schmecken, riechen und hören will – au revoir et à bientôt dans une annèe... (Pius Freiermuth)



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