Bird Race 2023 - rapport

Frauenfeldlerchen

Teammitglieder: Christian Beerli, Martin Zimmerli, Andrej Binz, Heiko Hörster
Route: Rheindelta-Frauenfeld
Espèces: 107

In einer neuen Teamzusammenstellung und mit einer neuen Route bestritten wir das Birdrace 2023. Der Start ins Birdracewochende war bestimmt durch Vorexkursionen der Teammitglieder. Wir sind alle regelmässig am Bodensee unterwegs - aber bei einem Beobachten auf Zeit lohnt sich vorab zu wissen, wo es sich lohnt. Das Ergebnis war ernüchternd, der Starkregen eine Woche zuvor liess den Bodensee so stark ansteigen, dass alle Gründelenten und Limikolen das Weite suchten. 

Die Velofahrt durch die Nacht war wunderschön - der Vollmond erhellte die Riedlandschaft und verschiedene Säugetiere zeigten sich uns. Zu unserer Freude flog auch eine Waldohreule ihre Runden auf der Suche nach einem Znacht. 

Der folgende Morgen war warm und klar - nach einer kurzen Radfahrt zum Rhein lauerten wir den ersten Vogellauten auf. Nach einer kurzen Wartezeit machten sich die hunderten von Grossen Brachvögel lautstark bemerkbar, und auch einige Regenbrachvögel trällerten ihren Ruf. Wie so oft ist der Mogren in einem Feuchtgebiet ein Segen. Blaukehlchen, Schilfrohrsänger und Gartenrotschwanz waren rasch notiert. Auch einige wenige Enten zeigten sich in der Lagune des Deltas. Der Abstecher zum Ende des linken Rheindamms war dann sehr ernüchternd - kaum ein Singvogel ist zu sehen und erschwerend war Wind aufgekommen. Aber wir legten uns ins Zeug und wollten die kühlen Morgenstunden nutzen. Bei der Rückkehr zur Lagune standen auf einmal 3 Sandregenpfeifer und eine Raubseeschwalbe auf der grossen Kiesbank. Auf dem Weg zu unserem Limikolenhotspot - einem überschwemmten Feld nahe der Schweizergrenze - legten wir einen Stopp beim Beobachtungsturm in der Fussacher Bucht ein. Wie erhofft zeigte sich da die Bartmeisen - ein Traum diese Vogelart.

Wie sich herausstellte, war unser Limikolenplatz nicht ganz so unbekannt wie erhofft. Mehrere Teams erfreuten sich bereits zu Morgenstunden den mehr als 60 Kampfläufern. Aber auch Bekassine, Uferschnepfe, Dunkler Wasserläufer und weitere Wattvögel fanden hier Futter. Aber auch für Knäk- Krick- Spiess- und Stockenten gab es reichlich zu fressen. Den Kuhreiher, welchen wir bereits am Schlafplatz gesehen hatten, versteckte sich gut zwischen den knapp 30 Weissstörchen. 

Kurz vor dem Bahnhof Rheineck erwischte ein Hinterrad unglücklich einen spitzigen Stein. Das Resultat war der erste Platten für unser Team an einem Birdrace. Zum Glück konnte die Reparatur in Frauenfeld bereist reserviert werden und wir waren nach 20 min wieder zu 4 unterwegs.

In unserem Localpatch kennen wir uns sehr gut aus. Alpensegler, Gebirgsstelze und Wasseramsel waren schnell notiert. In der Frauenfelder Allmend fanden wir mehrere Neuntöter und Klappergrasmücken. Die Liste wurde immer länger und so konnten wir bald die Art 100 notieren. Aber noch waren 3h übrig - welches Endziel soll es sein? Wir entschlossen uns für den Hugiweiher - einer kleinen Wasserfläche im Osten von Frauenfeld. Hier fanden wir neben den uns bekannten Tafelenten noch Schnatter- und Moorente. Auf einmal konnten wir über uns ein Greifvogel kreisen sehen. Ein Blick durch den Feldstecher bestätigte die Vermutung - ein Fischadler. Die Freude war gross. 

Der schöne uns sehr heisse Tag war nun beinahe am Ende - aber halt: Uns fehlen alle Drosseln - das kann doch nicht sein. Ein Birdrace ohne Amsel wollte kein Teammitglied war haben. So mobilisierten wir die letzten Kraftreserven und konnten neben der Wacholderdrossel als aller letzte Art die Amsel notieren. 
Müde - aber zum Glück mit einer kurzen Heimreise beendeten wir das Ost-Birdrace 2023. 

Frauenfeldlerchen

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