Bird Race 2022 - Bericht

Weinschmätzer

Teammitglieder: Christian Beerli, André Weiss , Urs Esslinger, Stefan Crollet
Route: Fanel - Grosses Moos - Yverdon
Anzahl Arten: 124

Für das Jubiläums-Birdrace setzten wir auf unsere traditionelle Route um den Neuenburgersee. Was vor einigen Jahren noch ein Geheimtipp war hat sich inzwischen herumgesprochen – so waren die meisten Zimmer von der Auberge La Sauge durch Birdraceteams belegt. Vor dem grossen Regen starteten wir kurz nach 21:00 mit der Eulentour durch die Felder. Dank jahrelanger Erfahrung konnten wir neben zahlreichen Säugetieren auch 3 Eulenarten notieren. Der Aufenthalt in der Dämmerung auf dem Damm brachte viele erhoffte Arten. Das Blaukehlchen hüpfte auf den Steinen, die Nachtigall schnurrte im Gebüsch und der Schilfrohrsänger turnte im Schilf. Ganz unerwartet entdeckten wir zwischen den Entenarten einen Schwarzhalstaucher. Nach dem Abstecher zum Fanelhaus zeigte sich der Himmel dunkelgrau und erste Regentropfen trafen unsere Ausrüstung – so unternahmen wir einen Zwischenspurt zum Gämshoger. Von diesem Unterstand aus entdeckten wir zahlreiche Grau- und Trauerschnäpper, Garten- und Klappergrasmücken, die Bartmeisen und zwei zutrauliche Nachtreiher. Mit dem bisher gesehenen konnten wir zufrieden sein.
Nun galt es die verschiedenen Lücken der Liste aufzufüllen. Ein Wanderfalke auf Krähenjagd, Meisen im Staatswald, Pirol und Weisstörche bei Müntschemier der Regenguss hat wohl einige Arten zu einer Rast gezwungen. Mit dem besseren Wetter begann gegen 13:00 auch der Greifvogelzug stärker zu werden. Zwischen hoch kreisenden Mäusebussarden entdeckte André einen Schwarzstorch – den konnten wir seit Jahren nicht mehr am Birdrace notieren.
Nun stand die Entscheidung für die Abenddestination an. Da wir uns einige neue Limikolenarten erhofften, fuhren wir die kurze Strecke nach Yverdon und wurden leider enttäuscht. Klar waren Temminck- und all die anderen Strandläuferarten schön anzusehen – nur standen diese bereits auf unserer Liste – also schnell weiter an den See.
An der Mündung der Mujon konnten wir neue Kreuzchen setzen: Trauer- und Flussseeschwalbe flogen knapp über der Wasseroberfläche und zwischen den Steinen schwamm eine Schellente. Nachdem wir über der Krümmi bereits einige Alpensegler fanden, brachte das scharfe Auge von Urs noch 4 Mauersegler auf die Liste. Den Abschluss machte wie letztes Jahr die Dohle am Bahnhof von Yverdon.
Mit 124 Arten haben wir sicher ein gutes Resultat abgeliefert und hoffen, Dank den zahlreichen Spendern einen wichtigen Beitrag für die Birdlife-Projekte beigesteuert zu haben.

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