Rückzugsorte für seltene Wiesenbrüter
Unsere Vision:
Wo das Braunkehlchen singt, bleibt die Landschaft lebendig
In den Moorlandschaften Rothenthurm, Breitried und Schwantenau setzen wir uns mit Leidenschaft für die Biodiversität ein. Diese Gebiete beherbergen die grössten Vorkommen von Braunkehlchen und Wiesenpiepern in den östlichen Schweizer Voralpen – Arten, die auf der Roten Liste der Vögel der Schweiz stehen. Unsere Mission ist es, durch gezielte Massnahmen einen stabilen Lebensraum zu sichern, damit diese bedrohten Vogelarten langfristig überleben und sich erholen können.
Was wir tun:
entbuschen, vernässen, schützen
Seit 2016 setzen wir konkrete Fördermassnahmen für bedrohte Wiesenbrüter um. Seither haben wir in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben, kantonalen Fachstellen, Freiwilligen und Partnerorganisationen Folgendes erreicht:
- über 18 Hektaren von Bäumen und Sträuchern befreit, um offene Landschaften zu erhalten
- mehrere Wiedervernässungsprojekte umgesetzt, um Moorflächen zu stabilisieren
- 20 Sitzwarten-Cluster mit je 25 Bambusstäben installiert, um Streueflächen für Braunkehlchen und Wiesenpieper attraktiver zu machen
- Verträge für Spätschnitt auf Extensivwiesen und Frühschnitt auf Intensivwiesen abgeschlossen, um eine Mahd während der Brutzeit zu verhindern
- regelmässige Nesterschutzrundgänge durchgeführt, um Gelege auf nicht unter Vertrag stehenden Intensivwiesen vor Zerstörung durch Mahd zu bewahren
- Bruterfolgkontrolle durchgeführt, um die Wirkung unserer Massnahmen auf die Braunkelchen-Populationen zu überwachen
- über Führungen und Exkursionen die Bevölkerung für die Bedeutung von Wiesenbrütern und deren Lebensraum sensibilisiert
- An der Erabeitung des Pflegeplans für die Moorlandschaft Rothenthurm mitgewirkt.

Entbuschungsaktion
Unsere Erfolge:
stabile Bestände inmitten schwindender Lebensräume
Unser Projekt zeigt Wirkung – durch eigene Massnahmen und angestossene weitere Aktivitäten:
- Im Breitried bleibt der Braunkehlchenbestand stabil – ein bedeutender Erfolg, da die Art europaweit unter Druck steht
- In Rothenthurm versuchen wir, den starken Bestandsrückgang zu stoppen und den negativen Trend umzukehren – ein Beispiel dafür, wie dringend unsere Arbeit weiterhin notwendig ist.
- Von den auf das Braunkehlchen ausgerichteten Massnahmen profitiert auch der Wiesenpieper.
- Aufgewertete Flächen durch Entbuschung bieten zusätzlich Arten wie dem Schwarzkehlchen neue Brutmöglichkeiten
Dabei stehen wir im Fachaustausch mit Vogelschutz- und Ökologie-Experten im In- und Ausland. Dies erlaubt uns praxistaugliche Konzepte zu entwickeln, die sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren und die Lebensräume der Wiesenbrüter auch langfristig sichern. Diese Vernetzung ermöglicht es uns, bewährte Praktiken zwischen Regionen auszutauschen und unser Projekt ständig zu verbessern.

Braunkehlchen © Michael Gerber
Was unser Projekt besonders macht:
Neue Wege für alte Moorlandschaften
Wir wagen innovative Schritte im Artenschutz – vom Einsatz künstlicher Sitzwarten-Cluster bis zur Streifenmahd auf intensiv genutzten Flächen. Entscheidend ist unsere enge Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftenden: Da alle Massnahmen freiwillig sind, schaffen wir Win-Win-Situationen, die beiden Seiten zugutekommen und das Projekt nachhaltig machen.

Wiedervernässung mit Graben-Einstauung
Ihre Unterstützung zählt:
zusammen Lebensräume wachsen lassen
Die Bestände von Braunkehlchen und Wiesenpieper sind nach wie vor kritisch. Um unser Projekt fortzusetzen und weiter auszubauen, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Helfen Sie mit, die Artenvielfalt in den Schweizer Mooren zu sichern und unterstützen Sie Projekte wie das Wiesenbrüterprojekt mit Ihrer Spende.
Helfen Sie mit – vielen herzlichen Dank!
Spenden Sie mit dem Vermerk «Rothenthurm»:
Weitere Informationen
Kontakt
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Lieve Dierckx Lieve Dierckx ist Umweltingenieurin mit einem Master in Ecosystems und Biodiversität. Ihre besonderen Kenntnisse und Leidenschaften liegen in der Natur – sei es beim Vogelbeobachten, beim Skizzieren und Bestimmen von Flechten oder bei der Erkundung der Flora. Seit Oktober 2025 arbeitet sie bei BirdLife Schweiz als Projektleiterin im Programm Artenförderung, in der Verbandstärkung und bei der Wissensvermittlung in Vorträgen und Schulungen. |







