Medienmitteilung von BirdLife Schweiz vom 8.4.2026
BirdLife Schweiz gibt eine überarbeitete Auflage des Feldführers «Orchideen der Schweiz» heraus. Die aktualisierte Publikation – nun in der 3. überarbeiteten Auflage – stellt 66 Orchideenarten vor (10 weitere Arten kommen nur sehr lokal vor), denen Naturinteressierte in der Schweiz am häufigsten begegnen, und vermittelt zugleich, weshalb diese faszinierenden Pflanzen besonderen Schutz brauchen.
Orchideen zählen zu den eindrücklichsten Wildpflanzen der Schweiz. Sie faszinieren durch ihre Formenvielfalt, ihre raffinierten Bestäubungsstrategien und ihre enge Bindung an bestimmte Lebensräume. Gleichzeitig sind viele Arten selten geworden. Entwässerung von Feuchtgebieten, intensive Landwirtschaft, Überdüngung, Verbuschung und der Verlust geeigneter Standorte setzen ihnen stark zu.
Der neue Feldführer hilft, Orchideen in der Natur besser zu erkennen und zu verstehen. Pro Doppelseite werden rund vier Arten mit Beschreibungstext und meist vier Bildern pro Art vorgestellt. Ergänzend informiert die Broschüre über Blütezeit, ähnliche Arten, Lebensraum und Gefährdungen. Weitere Kapitel widmen sich der Biologie der Orchideen, ihren Bestäubern, den Orchideen-Lebensräumen der Schweiz sowie dem Naturschutz.
Orchideen verstehen heisst Orchideen schützen
Orchideen sind wichtige Botschafterinnen artenreicher Lebensräume wie Magerwiesen, Feuchtgebiete oder lichte Wälder. Wer Orchideen schützt, bewahrt deshalb auch viele andere Tier- und Pflanzenarten. Mit dem neuen Feldführer möchte BirdLife Schweiz die Freude an der Pflanzenbeobachtung fördern und zugleich das Verständnis für den Schutz bedrohter Lebensräume stärken.
BirdLife Schweiz setzt sich zusammen mit seinen lokalen BirdLife-Naturschutzvereinen und Kantonalverbänden in vielen Regionen konkret für Orchideen und ihre Lebensräume ein. Besonders wichtig sind Mager- und Trockenwiesen, für die sich BirdLife mit verschiedenen Projekten engagiert. In Trockenwiesen verhindert eine angepasste Pflege zudem die Verbuschung. Auch Moore werden dank BirdLife geschützt und aufgewertet, wodurch feuchtigkeitsliebende Orchideenarten erhalten bleiben. Darüber hinaus fördert BirdLife lichte Wälder und strukturreiche Waldränder durch gezielte Auslichtung, damit mehr Licht bis zum Boden gelangt.
BirdLife-Feldführer «Orchideen der Schweiz»:
- 66 häufigste Orchideenarten der Schweiz auf 44 Seiten
- Pro Doppelseite rund vier Arten mit Beschreibungstext und meist vier Bildern pro Art
- Angaben zu Blütezeit, ähnlichen Arten, Habitat und Gefährdungen
- Zusätzliche Kapitel zur Biologie der Orchideen und zu ihrer allgemeinen Gefährdung
- überarbeitete Auflage mit aktualisierter Systematik und neuen Bildern
- In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe einheimische Orchideen (AGEO)
- Zu bestellen unter www.birdlife.ch/shop für CHF 8.– / 6.– für Mitglieder, Sektionen und Schulen
Gemeinsam für die Biodiversität – lokal bis weltweitBirdLife Schweiz engagiert sich mit viel Herzblut und Fachwissen für die Natur. Gemeinsam mit unseren 72’000 Mitgliedern, 430 lokalen BirdLife-Naturschutzvereinen und 19 Kantonalverbänden packen wir auf allen Ebenen für die Natur an. Wir fördern gefährdete Arten wie Steinkauz oder Eisvogel sowie ihre Lebensräume und geben der bedrohten Natur eine Stimme. Mit den BirdLife- Naturzentren, -Kursen und -Publikationen bilden wir aus, machen die Natur hautnah erlebbar und begeistern für ihre Förderung. Schlägt auch Ihr Herz für die Natur und die Vogelwelt? Engagieren Sie sich im BirdLife-Netzwerk: birdlife.ch/engagement |
Bilder
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Mit dem neuen BirdLife-Feldführer stellt BirdLife Schweiz die Orchideen der Schweiz vor und zeigt, warum diese faszinierenden Pflanzen besonderen Schutz brauchen. Foto: BirdLife Schweiz Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
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Im neuen BirdLife-Feldführer «Orchideen der Schweiz» werden 66 Orchideenarten vorgestellt, denen Naturinteressierte in der Schweiz am häufigsten begegnen. Foto: BirdLife Schweiz Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
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Das Wanzen-Knabenkraut ist in der Schweiz bedroht und kommt nur noch lokal vor. Foto: Claudia und Beat Wartmann Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
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Auskünfte
Stefan Bachmann, Medienverantwortlicher BirdLife Schweiz, stefan.bachmann@birdlife.ch, Tel. 078 740 50 51








