Medienmitteilung von BirdLife Schweiz vom 12.05.2026
Ein Trillern auf dem Dachfirst, ein Flügelschlag in der Hecke: Vom 7. bis am 10. Mai hat die Schweiz ihre Vogelwelt mit allen Sinnen entdeckt. An der «Stunde der Gartenvögel» haben sich über 4500 Personen eine Stunde Zeit genommen, um in Gärten, auf Balkonen und in Parks ihren gefiederten Nachbarn zuzuhören und zuzuschauen. Über 90’000 Vögel wurden gemeldet.
Direkt zu den Resultaten– Resultate der «Stunde der Gartenvögel»: gartenvoegel.birdlife.ch |
Die «Stunde der Gartenvögel» ist eine der beliebtesten Mitmachaktionen von BirdLife Schweiz und wird seit 2014 jährlich durchgeführt. Dieses Jahr haben sich über 4500 Personen beteiligt und insgesamt über 90’000 Vögel gezählt. Mitgemacht haben Familien, Einzelpersonen und Schulklassen aus allen Sprachregionen – ein Beleg dafür, wie viele Menschen in der Schweiz die Vögel rund um ihr Zuhause kennen und schätzen wollen.
Vom Spatz bis zum Stieglitz
Auch dieses Jahr sicherte sich der Haussperling die Spitzenposition: Er wurde auf 84% Prozent der Beobachtungsflächen gesichtet (Vorjahr: 82 Prozent) und mit 15’264 Individuen am häufigsten gezählt. Auf den weiteren Rängen folgt der Mauersegler, die Rabenkrähen, die Amsel, die Kohlmeise sowie der Star. Erfreulich ist die Entwicklung bei Arten, die in den vergangenen Jahren immer wieder unter Krankheiten gelitten haben: Amsel, Grünfink und Girlitz wurden 2026 häufiger gezählt als im Vorjahr. Auch die Mönchsgrasmücke legt leicht zu – ein in Hecken oft übersehener Vogel mit unverkennbar klarem, melodischem Gesang; Hörbeispiele zu den häufigsten Gartenvögeln finden sich auf bird-song.ch. Sorgen bereitet dagegen der Rückgang bei Mauerseglern, Rauch- und Mehlschwalben: Diese Luftakrobaten sind auf Nistnischen an Gebäuden und eine vielfältige Insektenwelt angewiesen – beides nimmt im Siedlungsraum vielerorts ab. Welche Arten in der eigenen Region wie häufig beobachtet wurden, zeigt die interaktive Resultatekarte unter gartenvoegel.birdlife.ch.
«Die Begeisterung an der ‹Stunde der Gartenvögel› ist beeindruckend: Vögel berühren uns, sie sind ein Stück Heimat direkt vor der Haustür. Damit Spatz, Amsel oder Mauersegler auch in Zukunft bei uns leben, braucht es naturnahe Gärten und lebendige Quartiere – jede einheimische Hecke, jeder Asthaufen, jede Blumenwiese zählt», sagt Raffael Ayé, Geschäftsführer bei BirdLife Schweiz.
Naturnahe Gärten ziehen die Vielfalt an
Aus den vergangenen Jahren ist bekannt: In naturnahen Gärten mit «wilden» Ecken, einheimischen Sträuchern und Blumenwiesen lassen sich deutlich mehr Vogelarten nachweisen als in Gärten mit Einheitsrasen und exotischen Pflanzen. Schon kleine Anpassungen machen einen Unterschied – ein Asthaufen unter einer Hecke, eine ungemähte Wiesenecke, ein Blumenkistchen mit einheimischen Pflanzen auf dem Balkon. Solche Strukturen bieten Nahrung, Verstecke und Brutplätze. Mit der «Stunde der Gartenvögel» möchte BirdLife Schweiz darum nicht nur die Freude an der Vogelwelt wecken, sondern auch dazu inspirieren, dem eigenen Garten oder Balkon ein Stück Wildheit zurückzugeben.
Lebensräume im Siedlungsraum stärken
Für viele Vogelarten ist der Siedlungsraum zu einem wichtigen Lebensraum geworden, weil Kultur-land und Feuchtgebiete schweizweit unter Druck stehen. Umso entscheidender ist, dass Gärten, Quartiere und öffentliche Grünflächen vielfältig bleiben. BirdLife Schweiz engagiert sich gemeinsam mit den 430 lokalen BirdLife-Naturschutzvereinen und den 19 Kantonalverbänden für naturnahe Gärten und biodiverse Siedlungsräume – mit Beratungen für Gemeinden und Privatpersonen, mit Praxis-Tipps auf birdlife.ch sowie mit Projekten zur Förderung von Mauerseglern, Schwalben und Sperlingen am Haus. Wer selbst aktiv werden möchte, findet auf birdlife.ch zahlreiche Anregungen für mehr Natur direkt vor der Haustür.
Weitere Informationen:
– Resultate der «Stunde der Gartenvögel»: gartenvoegel.birdlife.ch
– Weitere Informationen zur Aktion: birdlife.ch/sdg
– Allgemeine Infos zum Siedlungsraum: birdlife.ch/siedlungsraum
– Tipps und Anleitungen für naturnahe Gartengestaltung: birdlife.ch/garten
BirdLife Schweiz: gemeinsam für die Biodiversität – lokal bis weltweitBirdLife Schweiz engagiert sich mit viel Herzblut und Fachwissen für die Natur. Gemeinsam mit unseren 72’000 Mitgliedern, 430 lokalen BirdLife-Naturschutzvereinen und 19 Kantonalverbänden packen wir auf allen Ebenen für die Natur an Wir fördern gefährdete Arten wie Steinkauz oder Eisvogel sowie ihre Lebensräume und geben der bedrohten Natur eine Stimme. Mit den BirdLife- Naturzentren, -Kursen und -Publikationen bilden wir aus, machen die Natur hautnah erlebbar und begeistern für ihre Förderung Schlägt auch Ihr Herz für die Natur und die Vogelwelt? Engagieren Sie sich im BirdLife-Netzwerk: birdlife.ch/engagement BirdLife Schweiz dankt für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung. |
Bilder
|
|
Vom 7. bis am 10. Mai hat die Schweiz die Gartenvögel gezählt. © iStock Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
|
|
|
|
|
Vom 7. bis am 10. Mai hat die Schweiz die Gartenvögel gezählt. © iStock Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
|
|
|
|
|
Vom 7. bis am 10. Mai hat die Schweiz die Gartenvögel gezählt. Foto: BirdLife Schweiz Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
|
|
|
|
|
Die Chancen, einen Stieglitz beobachten zu können, stehen gar nicht so schlecht. Foto: Michael Gerber Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
|
|
|
|
|
Der Kleiber ist zwar eher ein Waldvogel – doch er kann auch in manchen Garten bei der Nahrungssuche gesichtet werden. Er ist der einzige Vogel, der den Baum auch abwärts gehen kann. Foto: Michael Gerber Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
|
|
|
![]() |
Einer der häufigsten Vögel im Garten: die Amsel. © Werner Scheuber Das Bild darf nur in Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden! |
|
|
|
![]() |
Ebenfalls fast in jedem Garten gesichtet wird die Kohlmeise. © Michael Gerber Das Bild darf nur in Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden! |
|
|
|
![]() |
Jetzt überall mit melodiösem Gesang hören, wo Hecken aus einheimischen Sträuchern vorhanden sind: die Mönchsgrasmücke. Foto: Michael Gerber Das Bild darf nur in Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden! |
|
|
|
![]() |
Wenn es im Garten einige grosse Bäume hat, kann auch der Buntspecht gesichtet werden. © Michael Gerber Das Bild darf nur in Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden! |
|
|
|
|
|
Mit einheimischen Blütenpflanzen, Sträuchern und Bäumen kann jede und jeder die Natur im Garten fördern. Foto: BirdLife Schweiz Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden. |
|
|
|
![]() |
In Gärten mit einheimischen Bäumen und Büschen und Blumenwiesen leben deutlich mehr Vögel als in anderen Gärten. © BirdLife Schweiz Das Bild darf nur in Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden! |
Medienmitteilung Download
Auskünfte
Raffael Ayé, Geschäftsführer, raffael.aye@birdlife.ch, Tel. 076 308 66 84

















