Landwirtschaft und Naturschutz auf Augenhöhe
Unsere Vision:
Lebendige Kulturlandschaften voller Chancen für die Natur
Wir wollen eine lebendige Kulturlandschaft gestalten, in der Hochstammobstgärten, Wiesen, Blühstreifen, Waldränder und Kleinstrukturen ein vernetztes Ganzes bilden. Am Farnsberg sollen potenziell gefährdete Arten wie Neuntöter, Gartenrotschwanz und Berg-Aster ebenso Platz finden wie die ebenfalls gefährdete Zauneidechse. Gleichzeitig können die Menschen regionale Lebensmittel geniessen, die im Einklang mit der Natur entstehen.
Was wir tun:
Obstgärten, Hecken, Wiesen – Vielfalt zieht ein
Seit 2004 setzen BirdLife Schweiz und Partner am Farnsberg ein innovatives Landschaftsprojekt um. In der neuen Phase 2025–2028 wollen wir das Erreichte weiterentwickeln – mit bewährten Methoden und neuen Ansätzen:
- Schaffung und Erweiterung ökologischer Hotspots mit gezielten Massnahmen für Zielarten
- Integration weiterer Landwirtschaftsbetriebe in den Projektperimeter
- Kombination klassischer Massnahmen (Bäume, Hecken, Blumenwiesen, Waldränder) mit neuen Ideen wie Agroforst und Kleingewässern
- Förderung des Austauschs durch Weiterbildungen, Führungen, Infotafeln und Onlinepräsenz
Darüber hinaus setzen wir auf gesamtbetriebliche Beratung, um Aufwertungen gemeinsam mit der Landwirtschaft ökologisch wertvoll und praktikabel zu gestalten.

Unsere Erfolge:
Wenn Arten zurückkehren und Landschaften aufblühen
Die Wirkung unserer Arbeit in den letzten 20 Jahren ist deutlich sichtbar – auf der Karte, im Gelände und im Artenbestand:
- Die Zahl der singenden Neuntöter-(Reviere) stieg seit 2008 von 6 auf 24, auch der Gartenrotschwanz nimmt zu
- Über 30 Hektaren Biodiversitätsflächen wurden aufgewertet, darunter blütenreiche Flächen, strukturreiche Weiden und Grossstrukturen
- Mehr als 30 Betriebe sind beteiligt – das Projekt ist ein nationaler Leuchtturm für biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft
- Weiterbildungsformate wie „Hüt bi öis“, Informationstafeln und Führungen machen die Naturperlen für Landwirtinnen, Landwirte und Öffentlichkeit erlebbar
Mit dem 20-Jahre-Jubiläum im 2024 erhielt das Projekt grosse mediale Aufmerksamkeit und hat sich als nationales Vorzeigemodell etabliert.

Was unser Projekt besonders macht:
Vom Modellprojekt zum Leuchtturm der Schweiz
Der Obstgarten Farnsberg zeigt, wie Landwirtschaft und Biodiversität zusammen funktionieren können:
- Langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Betrieben
- Ganzheitlicher, gesamtbetrieblicher Ansatz für ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit
- Hohe Massnahmendichte auf kleinen Flächen mit nachweislicher Wirkung für Zielarten
- Innovative Methoden, die neue Wege im Artenschutz eröffnen
- Inspiration für Biodiversitätsprojekte in anderen Regionen und die nationale Agrarpolitik

Ihre Unterstützung zählt:
zusammen Lebensräume wachsen lassen
Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Weitere Landwirtschaftsbetriebe könnten einbezogen, zusätzliche Lebensräume für Amphibien, Bestäuber oder Käfer geschaffen und die ökologische Vernetzung über Gemeindegrenzen hinweg gestärkt werden. Mit zusätzlicher Unterstützung könnte das Projekt verstärkt als Impulsgeber für weitere Initiativen in anderen Regionen dienen.
Helfen Sie mit – vielen herzlichen Dank!
Spenden Sie mit dem Vermerk «Obstgarten Farnsberg»:
Weitere Informationen
- Neuntöter-Förderung am Farnsberg (Ornis-Artikel, April 2020, PDF)
- Ornis-Artikel zum Zwischenstand Juni 2019 (PDF)
- Ornis-Artikel zum Zwischenstand Juni 2015 (PDF)
- Ornis-Artikel zum Start des Projektes 2007 (PDF)
- www.obstgarten-farnsberg.ch
Kontakt
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Jonas Schälle Jonas Schälle ist seit 2023 Projektleiter bei BirdLife Schweiz. Er bringt ein breites Interesse von landwirtschaftlichen Wertschöpfungssystemen und Permakultur bis zur Artenförderung mit und setzt sich besonders für die Integration von Naturschutzthemen im Agrarsektor ein. |






