Stimmungsbild Neeracherried

Revitalisierung der Saumbachwiesen

Revitalisieren bedeutet "wiederbeleben". Flächen mit geringem ökologischen Nutzen werden zu wertvollen  und naturnahen Lebensräumen umgestaltet. So können gezielt Arten gefördert werden. Dies wurde beispielsweise auf den Saumbachwiesen gemacht: In den 1960er Jahren wurde diese Fläche aufgeschüttet und die ursprüngliche Moorlandschaft dadurch zerstört. Zwischen 2013 und 2022 wurde in mehreren Etappen eine Fläche von insgesamt 4.5 Hektaren revitalisiert. Es wurde jeweils der Oberboden mitsamt teilweise belastetem Material abgetragen. Dadurch entsand ein magerer, nährstoffarmer Lebensraum mit Pioniercharakter. Dank regelmässiger Pflege bleibt er erhalten.

Spezialisten profitieren

Von der offenen Fläche profitieren seltene, hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten: Gnadenkraut und sibirische Schwertlilie sind konkurrenzschwache Pflanzen, die speziell auf magere Böden angepasst sind. Auf dem offenen Boden brüten Bodenbrüter wie der Flussregenpfeifer. In den Feuchtmulden und Teichen schwankt der Wasserstand. Dadurch kommen Schlickflächen zum Vorschein, in denen Zugvögel wie der Grünschenkel Nahrung finden. Einige Teiche trocknen ganz aus. Darauf sind zum Beispiel der Laubfrosch und die Gelbbauchunke angewiesen. Durch bauliche Massnahmen wurde also ein vielfältiger Lebensraum (wieder-) hergestellt. 

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