Medien-Archiv

17.10.2012 - UNO-Biodiversitätskonferenz in Hyderabad: Bundesrätin Leuthard, stoppen Sie die Schweizer Blockade-Politik !
Morgen betritt Bundesrätin Doris Leuthard an der 11. UNO-Biodiversitätskonferenz im indischen Hyderabad die Bühne. Die Verhandlungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen stehen am Scheideweg. Zusammen mit anderen Industrieländern blockiert die Schweiz bisher eine Erhöhung der Finanzierung der dringend nötigen Massnahmen zur Erhaltung der Biodiversität. Die Organisationen Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und Erklärung von Bern fordern Bundesrätin Leuthard auf, Hand zu einer guten Verhandlungslösung zu bieten.
01.10.2012 - Biodiversitätskonvention (CBD) – 11. Vertragsstaatenkonferenz in Hyderabad: Schweiz muss mehr Geld zur Umsetzung der Biodiversitätsziele beisteuern
Vom 8.-19. Oktober 2012 treffen sich im indischen Hyderabad die 193 Vertragsparteien der Biodiversitätskonvention zum 11. Mal. Kernthema auf der Konferenz werden konkrete Finanzierungszusagen sein, damit die auf der vergangenen Konferenz beschlossenen Biodiversitätsziele umgesetzt werden können. Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und die Erklärung von Bern EvB fordern von der Schweizer Delegation eine deutliche Erhöhung der Finanzzusagen und vollen Einsatz für die Biodiversitätsziele.
28.09.2012 - Erneuerbare Energien dürfen letzte Naturjuwelen nicht gefährden!
Der Bundesrat erweist in der Energiestrategie 2050 den erneuerbaren Energien einen Bärendienst, wenn er sie über die Natur- und Umweltschutzinteressen stellt. Der Schweizer Vogelschutz SVS verlangt für die Energiestrategie 2050 Änderungen und sichernde Anpassungen, damit nicht noch die letzten Naturreste zerstört werden.
17.09.2012 - Windpark Schwyberg: Die Naturschutzorganisationen legen beim Kantonsgericht Freiburg Rekurs ein
Der Kanton Freiburg wünschte sich einen vorbildlichen Windpark Schwyberg. Das Projekt erweist sich nun aber als sehr problematisch. Die Anlage würde grosse Gefährdungen von Vögeln verursachen. Aufgrund dieser Beeinträchtigungen sind zwar Massnahmen vorgesehen, welche die negativen Auswirkungen verringern sollen. Doch selbst wenn sie ausgeführt werden könnten, ist es sehr unsicher, dass sie effektiv wirksam wären. Die Organisationen Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL, Mountain Wilderness und Pro Natura haben deswegen beschlossen, beim Kantonsgericht Rekurs gegen die Bewilligung der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion RUBD einzulegen.
07.08.2012 - Agrarpolitik 2014-17 als letzte Chance für Schweizer Feldvögel
Die Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte führte zu riesigen Verlusten bei den Brutvogelarten der Landwirtschaftsgebiete. Heute leben rund 350‘000 Vögel weniger auf unseren Äckern und Wiesen als noch vor 20 Jahren. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz rufen deshalb das Parlament eindringlich dazu auf, die vom Bundesrat in der Agrarpolitik 2014-17 vorgeschlagenen Verbesserungen ohne Abstriche anzunehmen.
27.06.2012 - Revidierte Jagdverordnung: Viele Verschlechterungen, ungenügende Verbesserungen
Geschützte Tierarten sollen neu geschossen werden können, wenn sie zu viele jagdbare Tiere fressen und dadurch der Jagdertrag der Kantone zurückgeht. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz findet es bedenklich, dass mit der vom Bundesrat beschlossenen Revision der Jagdverordnung geschützte Arten zu Schädlingen gemacht werden. Begrüsst werden hingegen die Ruhezonen für Wildtiere, doch besteht die Gefahr, dass mit der gewählten „Kann-Formulierung“ deren Realisierung durch die Kantone stark verzögert wird. In der heute flächendeckend durch Erholungsbetrieb genutzten Schweiz sind Wildtierruhezonen wichtig und dringend.
25.04.2012 - Biodiversitätsstrategie wird begrüsst
Heute hat der Bundesrat endlich die Biodiversitätsstrategie beschlossen, um dem anhaltend starken Verlust an biologischer Vielfalt wirksame Massnahmen entgegenzuhalten. Der Schweizer Vogelschutz SVS und Pro Natura begrüssen die Strategie Biodiversität Schweiz als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Sie fordern, dass die Massnahmen umgehend im Aktionsplan konkretisiert und die dafür nötigen Mittel bereitgestellt werden.
29.03.2012 - Totholz: Lebensraum für 5000 Arten gefährdet!
Totholz lebt! Rund 5000 Arten sind auf diesen faszinierenden Lebensraum angewiesen. Doch in vielen Wäldern hat es zuwenig Totholz. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordert, dass die zunehmende Nutzung von Energieholz nicht dazu führt, dass mit dem wertvollen Totholz buchstäblich der Lebensraum gefährdeter Arten verheizt wird. Es gibt Alternativen in der Produktion von Energieholz.
01.02.2012 - Agrarpolitik 2014-2017: Zu wenig für die Umwelt
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst grundsätzlich die vom Bundesrat verabschiedete Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017. Insbesondere die Abschaffung der pauschalen Tierbeiträge ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Umlagerung der Mittel in leistungsorientierte Anreize geht allerdings zu wenig weit: Unter dem Deckmantel der Versorgungssicherheit, wo keine Ziellücken bestehen, sollen weiterhin hohe, keinen Verfassungszielen zuzuordnende Pauschalbeiträge ausgerichtet werden. Eine konsequente Umlagerung hin zu leistungsorientierten Direktzahlungen ist zwingend, um wesentliche Verbesserungen hinsichtlich der bisher ungenügend positiven Wirkung der Direktzahlungen auf die Biodiversität zu erreichen.
31.01.2012 - Zaunkönig ist Vogel des Jahres 2012: Der kleine Casanova braucht Unterschlupf
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat den Zaunkönig zum Vogel des Jahres 2012 ernannt. Der kleine, braune Winzling zeichnet sich durch eine laut schmetternde Stimme und einen steil aufgerichteten Schwanz aus. In guten Lebensräumen paart sich ein Männchen mit bis zu 5 Weibchen. Diese ziehen die Jungvögel weitgehend selber auf. Zaunkönige brauchen für den Nestbau Unterschlupfe und Deckung. Dazu dienen ihnen liegendes Totholz, Asthaufen und unterholzreiche Wälder. Totholz ist ausserdem Lebensraum für weitere rund 5000 Arten. Daher braucht es viel Totholz in unseren Wäldern.
26.01.2012 - Business Plan für die Natur dringend nötig
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst die schonungslose Analyse zum Zustand der Schweizer Biodiversität, wie sie der Bund heute veröffentlicht hat. Die Tatsache, dass über ein Drittel der wissenschaftlich analysierten rund 10'000 Arten gefährdet ist zeigt, dass die heutigen Massnahmen für die Natur noch längst nicht ausreichen, um die Biodiversitätsziele 2020 zu erreichen. Die zügige Verabschiedung der Strategie Biodiversität Schweiz durch den Bundesrat und die Erarbeitung eines griffigen Aktionsplanes ist deshalb noch dringender geworden.
28.12.2011 - Ein Biodiversitätsjahr mit einigen Versprechen
Das Jahr 2011 brachte der Biodiversität noch immer keine Verbesserung, aber immerhin einige Versprechen für die Zukunft. Allen voran die Strategie Biodiversität Schweiz, welche der Bundesrat mit fünfzehnjähriger Verspätung im Herbst im Entwurf vorlegte. Er gibt damit das Versprechen ab, endlich mehr gegen den nicht enden wollenden Biodiversitätsvelust zu tun. Der trockene und warme Frühling begünstigte das Brutgeschäft einiger Vogelarten wie den Wiedehopf; ob das einmalig bleibt oder das Versprechen für eine Bestandserholung ist, muss sich in den nächsten Jahren erst weisen. Gesamthaft ist die Bilanz des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz zum Biodiversitätsjahr 2011 verhalten positiv.
16.12.2011 - Kehrt der Steinkauz nach 25 Jahren in die Deutschschweiz zurück?
Vor gut 25 Jahren – Mitte der 1980er Jahre – wurde die letzte Brut des Steinkauzes Athene noctua in der Nordwestschweiz gefunden. Eigentlich ein trauriges Jubiläum. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass sich Naturschützer/innen seit nunmehr zwölf Jahren für den kleinen Obstgartenbewohner im Dreiländereck einsetzen: Im trinationalen Artenförderungsprogramm Steinkauz des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz und seiner Partnerorganisationen wird der Lebensraum des Steinkauzes diesseits und jenseits der Grenze aufgewertet. Jetzt hat sich ein Steinkauz-Männchen direkt an der französisch-schweizerischen Grenze nahe Basel angesiedelt. Ist damit die Rückkehr der Art in die Deutschschweiz eingeläutet?
26.10.2011 - Gravierender Biodiversitätsverlust der Schweiz
Der Biodiversitätsverlust in der Schweiz ist gross. Das zeigt eine neue Analyse des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz. Der Steinkauz ist eines der Beispiele, die untersucht wurden: In den letzten gut fünfzig Jahren ist der Bestand der kleinen Eule in der Schweiz auf einen minimen Rest zusammengebrochen. Dank aufwändigen Schutzmassnahmen starb der Steinkauz nicht ganz aus und nimmt auf sehr tiefem Niveau sogar wieder zu. Das zeigt, dass es sich auch in fast aussichtlosen Situationen lohnt, für die Biodiversität zu handeln, dass aber ein rechtzeitiger Schutz der Biodiversität sicher kostengünstiger ist.
13.07.2011 - Stellungnahme zur Teilrevision der Jagdverordnung (JSV) - Regeln der Natur respektieren
Geschützte Tierarten sollen neu geschossen werden können, wenn sie zu viel Wild fressen. Das will die Teilrevision der Jagdverordnung, deren Anhörung am 15. Juli 2011 abläuft. Aus Sicht der Naturschutzverbände Pro Natura und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz ist das ein fataler Paradigmenwechsel. Ökologisch wichtige und geschützte Arten wie der Luchs oder der Wolf werden ohne Not zu Schädlingen diskreditiert. Ein Rückschritt ins vorletzte Jahrhundert.
22.06.2011 - Chance für die Wiesenvögel
In der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 2014-17 schlägt der Bundesrat die Abschaffung der pauschalen Tierbeiträge vor. Dieser wichtige Schritt für eine naturnahe Landwirtschaft trägt dazu bei, dass der Druck auf gefährdete Arten wie Braunkehlchen und Feldlerchen etwas abnimmt. Andernfalls schreitet die Verarmung der Wiesen auch im Berggebiet weiter fort.
16.06.2011 - Internationales Jahr des Waldes - Waldtagfalter brauchen Lebensräume Bedrohte Waldtagfalter werden gesucht
Der Schweizer Vogelschutz SVS ruft zusammen mit dem Tagfalterschutz in der Schweiz dazu auf, Beobachtungen bedrohter Waldschmetterlinge zu melden. Viele Waldschmetterlingsarten sind auf Grund zu dunkler Wälder oder in Ermangelung von Raupenfrasspflanzen wie z.B. der Salweide oder der Zitterpappel bedroht. Damit die Lebensräume der Waldtagfalter verbessert werden können, müssen zuerst ihre noch vorhandenen Standorte bekannt sein. Beobachtungen sollen daher dem Schweizer Vogelschutz SVS gemeldet werden.
07.06.2011 - Biodiversitätsziele 2020: So stoppt die Schweiz den Biodiversitätsverlust

Medienmitteilung von Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und WWF Schweiz vom 7. Juni 2011

21.04.2011 - Kormoran ist kein Schädling
Die vom Bundesverwaltungsgericht gesichteten umfangreichen Fakten zeigen: Der Kormoran verursacht mit seiner Brutkolonie im international bedeutenden Wasservogelschutzgebiet Fanel am Neuenburgersee keine untragbaren Schäden. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, der zusammen mit Pro Natura und Helvetia Nostra mit Beschwerden die Überprüfung einer Verfügung des BAFU ermöglicht hatte, ist erfreut über das Urteil. Kantons- und Bundesbehörden hatten in die grösste Kormoranbrutkolonie der Schweiz eingreifen wollen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht nun gestoppt.
23.03.2011 - Agrarpolitik 2014-2017: Umwelt zu wenig berücksichtigt
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst grundsätzlich das vom Bundesamt für Landwirtschaft vorgeschlagene Konzept der Leistungsorientierung in der Agrarpolitik 2014-2017. Er fordert aber, dass die Umweltziele Landwirtschaft aufgenommen werden, wie dies vom Parlament verlangt wurde. Die Erreichung der Umweltziele muss zudem mit den nötigen Mitteln unterstützt werden.
20.03.2011 - Mehr Licht und Totholz im Wald
Der Wald ist zwar heute naturnaher als das ausgeräumte Kulturland, doch auch im Wald braucht es zusätzliche Massnahmen, damit die biologische Vielfalt erhalten bleibt. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat zum Internationalen Jahr des Waldes dazu eine praktische Anleitung erarbeitet, die viel Wissenswertes zur Biodiversität im Wald enthält.
27.01.2011 - Schwarzspecht ist Vogel des Jahres 2011 - Dicke, alte Bäume für den Schwarzspecht
Der Schwarzspecht ist vom Schweizer Vogelschutz SVS zum Vogel des Jahres 2011 erkoren worden. Die grösste Spechtart der Schweiz ist kohlrabenschwarz und hat einen roten Scheitel. Der Waldbewohner benötigt für den Höhlenbau mind. 40 cm dicke, alte Buchen und Tannen. Im Totholz findet er Käferlarven und Ameisen. Als Höhlenbauer öffnet er den Wald für rund 60 andere Tierarten. Damit kommt ihm eine Schlüsselfunktion im Wald zu. Der Schweizer Vogelschutz SVS lanciert mit dem Vogel des Jahres 2011 die neue fünfjährige Kampagne «Biodiversität – Vielfalt im Wald».
18.01.2011 - Biodiversität ist besser bekannt
Nach Ende des Internationalen Jahrs der Biodiversität geben 65 % der Schweizerinnen und Schweizer an, den Begriff «Biodiversität» zu kennen und 98 % finden, dass die Biodiversität für künftige Generationen bewahrt werden muss. Gleichzeitig sind 59 % der Befragten der Ansicht, die Politik reagiere zu langsam auf die Probleme rund um die Biodiversität. Dies zeigt eine Befragung des Forschungsinstituts gfs.bern, die am 18. Januar 2011 veröffentlicht wurde.
27.12.2010 - Biodiversitätsjahr mit Höhen und Tiefen - Politik im Rückstand
Während die Bevölkerung die Biodiversität verstärkt wahrnimmt und sich dafür immer mehr begeistert, stagniert die Schweizer Biodiversitätspolitik oder macht gar Rückschritte: Das ist die Bilanz des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz zum Jahr 2010 in Sachen biologische Vielfalt. Die Schweiz hat ihre Biodiversitätsziele der letzten 10 Jahre weitgehend verfehlt. Nun braucht es grosse Anstrengungen, um die auch international verbindlichen Biodiversitätsziele 2020 von Nagoya zu erreichen. Der SVS/BirdLife Schweiz fordert, dass unser Land 2011 endlich die nötigen Schritte macht.
13.12.2010 - Petition «Rettet die Biodiversität – jetzt!» eingereicht
Zum Ende des Internationalen Jahres der Biodiversität 2010 fordern 28’402 Personen den konkreten Schutz der Biodiversität in der Schweiz. Sie haben die Petition «Rettet die Biodiversität – jetzt!» von Pro Natura und des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz unterschrieben. Am 13. Dezember haben die beiden Naturschutzorganisationen die Petition dem Parlament und dem Bundesrat übergeben. Die Petition fordert bedeutend mehr Mittel für die Sicherung und die Förderung unserer Lebensgrundlagen und eine griffige Biodiversitätsstrategie. Mit dem Ende des Internationalen Jahres fängt die Arbeit für die Politik erst richtig an.
08.12.2010 - Neue Rote Liste der Brutvögel Neu auch Mehlschwalben gefährdet – weitere Anstrengungen nötig
Die neue Rote Liste der gefährdeten Brutvögel der Schweiz zeigt für den Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz deutlich: Insgesamt hat sich die Lage für die Vögel in den vergangenen zehn Jahren weiter verschlechtert. 39 Prozent sind gefährdet. Neu sind 10 Arten auf der Roten Liste, darunter bisher häufige Arten wie die Mehlschwalbe oder die Ringdrossel. Dass einige Arten zurückgestuft wurden, deutet nur zum Teil auf eine Bestandserholung hin: So ist der jahrzehntelange Rückgang des Steinkauzes dank dem aufwändigen Schutzprogramm des SVS/BirdLife Schweiz zwar weitgehend gestoppt, doch eine flächendeckende Rückkehr des Kauzes ist nicht in Sicht.
29.11.2010 - Agrarpolitik 2014-2017: Umwelt- und Naturschutzverbände unzufrieden

Medienmitteilung von Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und WWF Schweiz vom 29. November 2010

21.11.2010 - SVS/BirdLife Schweiz zur Jagdverordnungsrevision - Gefährdete Arten vor Jagd schützen
Bei der bevorstehenden Revision der eidgenössischen Jagdverordnung sollen die gefährdeten Tierarten geschützt werden. Dies forderte die Delegiertenversammlung des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz, des Naturschutzverbandes mit über 60'000 Mitgliedern. Die Delegierten wählten an ihrer Versammlung in Burgdorf Nationalrätin Maya Ingold (EVP ZH) neu in den SVS-Vorstand.
29.10.2010 - Schweizer NGOs begrüssen Durchbruch bei Biodiversitätskonvention in Nagoya

Medienmitteilung von Pro Natura, SV

26.10.2010 - UNO-Biodiversitätsgipfel in Nagoya - Schlüssel für ein Gelingen liegt in Europa
Die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen Erklärung von Bern, Pro Natura und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordern, ein Scheitern der Biodiversitätskonferenz abzuwenden. Dazu müssen sich die Länder der EU und die Schweiz auf eine Lösung hin bewegen. Wenn die Staaten noch länger zuwarten, so drohen massiv höhere Kosten als bisher.
01.07.2010 - Pro Natura und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordern einen wirksamen Schutz der Biodiversität mit genügend Mitteln
Der Biodiversität in der Schweiz geht es schlecht. Für eine wirksame Sicherung und Förderung der Biodiversität müssen endlich eine griffige Biodiversitätsstrategie und genügend Mittel bereitgestellt werden. Dies fordert eine Petition von Pro Natura, des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz und weiteren Organisationen.
01.07.2010 - BAFU-Studie: Kormoran verursacht keine untragbaren Schäden
Heute hat das Bundesamt für Umwelt BAFU eine Medienmitteilung veröffentlicht, die es einleitet mit der seit langem kolportierten Behauptung, dass der Kormoran an Netzen der Berufsfischer einkommensrelevante Schäden verursachen würde. Mit seiner Studie widerlegt das BAFU selber diese Behauptung, verschweigt das aber in seinem Communiqué.
03.06.2010 - Neeracherried: Kantonales Verkehrsamt verstösst im Juwel der Zürcher Natur gegen Moorschutz und Richtplanung
Das Kantonale Amt für Verkehr will eine baufällige Strasse mitten durch das Neeracherried nicht wie vorgesehen aufheben sondern sanieren. Damit verstösst es gegen den Moorschutz und die gültige Richtplanung des Kantons, die eine Aufhebung der Strasse vorsieht. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und sein Kantonalverband ZVS/BirdLife Zürich fordern die Verwaltung auf, den einstimmigen Kantonsratsbeschluss umzusetzen und die Umfahrung des Moores an die Hand zu nehmen.
22.05.2010 - Internationales Jahr der Biodiversität – Tag der Biodiversität 22. Mai 2010: Bundesrat missachtet schleichende Biodiversitätskrise
Die Schweiz ist in einer schleichenden, aber darum nicht weniger deutlichen Biodiversitätskrise. Die Wissenschaft bilanziert, dass unser Land noch nicht einmal die Talsohle erreicht hat. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordert vom Bundesrat, dass er endlich Farbe bekennt und aufzeigt, dass die Schweiz die Biodiversitätsziele bei weitem verfehlt hat. Seit Jahren ist der Bundesrat mit entsprechenden Berichten in Verzug! Und der Bundesrat soll darlegen, was er gegen den Verlust an Biodiversität tun will. Bevölkerung, Wirtschaft und einzelne Kantone haben im laufenden Internationalen Jahr der Biodiversität die Bedeutung der biologischen Vielfalt für das tägliche Leben und die Zukunft der Menschheit erkannt und engagieren sich immer stärker. Umso stossender ist es, dass die Politik die schleichende Biodiversitätskrise missachtet.
29.04.2010 - Internationale Studie: Regierungen der Welt verfehlen Biodiversitätsziele 2010
Weltweit haben die Regierungen das Ziel, den Biodiversitätsverlust zu reduzieren, klar verfehlt. Stattdessen geht die Verarmung der Vielfalt der Lebensräume, Arten und Gene weiter. Das zeigt eine internationale Studie, die unter Führung von BirdLife International und dem UNO-Umweltprogramm (UNEP) entstand und nun im angesehenen Wissenschaftsjournal Science veröffentlicht worden ist. Für die Schweiz sieht es gemäss einer umfassenden Studie der Akademie der Naturwissenschaften zum Zustand der Biodiversität nicht besser aus: Auch in unserem Land ist noch nicht einmal die Talsohle erreicht.
27.04.2010 - Eingriffe gegen die Brutkolonie des Kormorans am Fanel: Nein zu Eingriffen gegen Wildtiere in Naturschutzgebieten
Der Bund schwächt den Schutz eines der wichtigsten Naturschutzgebiete der Schweiz, des Fanel am Neuenburgersee, durch die Erteilung einer Bewilligung zum Eingreifen in der Brutkolonie der Kormorane während der Brutzeit. Für die Naturschutzorganisationen löst diese Bewilligung die Probleme der Berufsfischer am Neuenburgersee keineswegs. Denn diese haben mit dem Kormoran gar nichts zu tun. Die Anzahl der Nester der Kormorane auf der Insel hat sich gegenüber dem Vorjahr sogar bereits natürlicherweise um gegen die Hälfte reduziert. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und Pro Natura machen mit Unterstützung des Schweizer Tierschutz STS sowie Berner Ala und Nos Oiseaux daher Rekurs gegen die Bewilligung des Bundes.
24.04.2010 - Nationaler Tag der Hochstammbäume Hochstamm Suisse will stärkeres Engagement der Kantone
Mit zahlreichen Anlässen am Nationalen Tag der Hochstammbäume hat Hochstamm Suisse sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Bei strahlendem Wetter und regem Publikumsaufmarsch machten lokale Sektionen des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz zusammen mit Landwirten auf die Bedeutung und das kulinarische Potential der traditionellen, artenreichen Hochstamm-Obstgärten aufmerksam. An ihrer Jubiläumsfeier in Ormalingen (BL) betonte die Labelorganisation Hochstamm Suisse ihren Glauben an die Zukunft der Hochstammbäume. So steige die Nachfrage nach gutem Mostobst und sei kaum noch zu decken. Der Anbau müsse jedoch wieder rentabel geführt werden können. Neben Direktzahlungen fordert Hochstamm Suisse daher von den Kantonen ein verstärktes Engagement zur Modernisierung des Hochstammanbaus.
21.04.2010 - Weiterhin keine sofortigen Eingriffe gegen den Kormoran im Naturschutzgebiet Fanel, Neuenburgersee
Das BAFU hat heute Nachmittag bereits zum zweiten Mal nach dem 8. April 2010 eine Medienmitteilung verbreitet, wonach ab sofort Eingriffe im Naturschutzgebiet Fanel gegen den Kormoran möglich seien. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz teilt dazu mit, dass das Bundesverwaltungsgericht am 7. April 2010 im Verfahren des SVS/BirdLife Schweiz die aufschiebende Wirkung vollumfänglich wieder hergestellt hat mit der Bedingung, dass vor dem Ende der Rekursfrist Anfang nächster Woche Rekurs eingereicht wird. Dieser Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ist weiterhin gültig.
23.03.2010 - Agglomerationsgebiete brauchen grüne Revolution
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordert im Internationalen Jahr der Biodiversität eine grüne Revolution für die Agglomerationsgebiete der Schweiz. Die Siedlungsgebiete dehnen sich weiterhin stark aus, werden immer dichter und lebensfeindlicher. Es wird zugeteert und verbetoniert und Vögel und Schmetterlinge verschwinden. Der SVS will dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen und ruft Privatpersonen, Gemeinden, Institutionen und Firmen dazu auf, mit einfachen Massnahmen zur Biodiversität im Siedlungsraum beizutragen. Dies hilft der bedrohten Vogelwelt und ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz.
11.03.2010 - Windkraftprojekt Schwyberg FR Umweltverbände zur Beschwerde gezwungen
Die Natur- und Landschaftsschutzorganisationen befürworten grundsätzlich der Ausbau der Windkraft. Trotzdem erheben sie nun Beschwerde gegen den Windpark auf dem Schwyberg. Zu diesem Schritt sehen sie sich gezwungen, nachdem die Gemeinde Plasselb ihre Einsprachen abgelehnt hat, bevor die Resultate der nötigen und noch laufenden Abklärungen zum Vogelzug und zur Landschaft vorliegen.
10.03.2010 - Ständerat will übertriebene Nationalratsmotion kippen
Der Ständerat hat heute eine frühere Motion des Nationalrats bezüglich Kormoran abgeändert. Er hat das Thema eingegrenzt auf die Frage von Schäden an Fanggeräten der Berufsfischer. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst die Tatsache, dass damit die unbedachte Motion des Nationalrats vermutlich vom Tisch ist. Es ist nicht statthaft, eine einzelne Vogelart zum Sündenbock für den dramatischen Zustand unserer Gewässer zu stempeln.
04.02.2010 - Mehlschwalbe ist Vogel des Jahres 2010 - Mehlschwalbe als Botschafterin für mehr Biodiversität im Siedlungsraum
Die Mehlschwalbe ist vom Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2010 erkoren worden. Die schwarz-weisse Schwalbe wirbt im Internationalen Jahr der Biodiversität für mehr Biodiversität im Siedlungsraum. Sie benötigt offene Bodenstellen und ein grosses Insektenangebot. Der SVS/BirdLife Schweiz macht daher mit der Mehlschwalbe auf die schwindenden Naturflächen im Siedlungsraum aufmerksam und fordert mehr unversiegelte Flächen und Blumenwiesen in Städten und Dörfern.
13.01.2010 - Trockenwiesen der Schweiz endlich unter Schutz gestellt - Schweizer Vogelschutz begrüsst Bundesratsentscheid
Endlich hat der Bundesrat die verbliebenen Trockenwiesen der Schweiz unter Schutz gestellt. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz (SVS) begrüsst diesen Schritt. Neu hat die Landwirtschaft die Möglichkeit, dank dem Inventar der Trockenwiesen diese zu bewirtschaften und zu erhalten. Gleichzeitig bedauert der SVS, dass der Bundesrat drei Jahre für diesen Schritt benötigte. In dieser Zeit sind weitere wertvolle Blumenwiesen, die für ihre hohe Biodiversität bekannt sind, verschwunden. Bedauerlich ist auch, dass der Bund kein zusätzliches Geld für den Schutz der Trockenwiesen zur Verfügung stellt.
12.01.2010 - Bundesrat Moritz Leuenberger und Ständeratspräsidentin Erika Forster lancieren das Jahr der Biodiversität
Bundesrat Moritz Leuenberger und Ständeratspräsidentin Erika Forster sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden und Organisationen haben am 12. Januar 2010 das Internationale Jahr der Biodiversität in der Schweiz lanciert. Die Biodiversität ist für das Leben und die Entwicklung der Menschheit von grundlegender Bedeutung. Da sie jedoch überall im Rückgang begriffen ist, sind Massnahmen zu ihrem Schutz dringend notwendig. Darauf weisen zahlreiche Aktivitäten hin, die übers ganze Jahr verteilt in unserem Land stattfinden werden.
30.12.2009 - Verstärkter Einsatz nötig, um Biodiversitätsziele zu erreichen - 2009 ein durchzogenes Jahr für den Naturschutz
Das zu Ende gehende Jahr war für den Schutz der Natur und der Biodiversität sehr durchzogen. Die meisten gefährdeten Tier- und Pflanzenarten stagnierten in ihren Beständen auf tiefem Niveau. Bereits jetzt ist deshalb klar, dass die Schweiz ihre Verpflichtung, den Biodiversitätsverlust bis 2010 zu stoppen, nicht erfüllen kann. Das hält der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz in seiner Bilanz fest. Er fordert, dass die Schweiz in Sachen Sicherung ihrer biologischen Vielfalt 2010 verstärkte Anstrengungen unternimmt und sich klare Ziele setzt.
14.12.2009 - Besserer Schutz von Vogelküken vor Pflanzenschutzmitteln: SVS begrüsst Bemühungen des Bundes
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst die Bestrebungen des Bundes, Jungvögel besser vor Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft zu schützen. Vogelküken reagieren besonders empfindlich auf solche Substanzen. Der SVS verlangt, dass es nicht nur neue Risiko-Prognosen auf Papier gibt, sondern dass der Einsatz dieser Mittel in der Praxis streng kontrolliert wird. Die stärkste Bedrohung für Vögel, die am Boden brüten, ist jedoch das häufige und "saubere" Mähen von Wiesen.
10.12.2009 - Abschluss des Projektes Schneckenpirsch/Evolution MegaLab: Schweizer Schneckenjäger sind europäische Spitze
Die „Jagdsaison“ der Schneckenpirsch ist offiziell beendet. Erste Ergebnisse zeigen: Mit rund 800 Einträgen belegen die Schneckenjägerinnen und –jäger der Schweiz einen europäischen Spitzenplatz! Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und die Universität Basel sind mit dem riesigen Echo auf dieses populärwissenschaftliche Projekt zum Darwinjahr sehr zufrieden. Es zeigt, dass das Thema Biodiversität in der Bevölkerung stark am Kommen ist.
25.11.2009 - Vogelkiller Glas: Schlimmer als befürchtet - SF Einstein zeigt, was man dagegen tun kann
Der Vogelkiller Glas ist schlimmer als bisher angenommen. Aufgrund einer Erhebung über das Vogelsterben an Glasscheiben schätzen Fachleute nun, dass in der Schweiz jedes Jahr Millionen von Vögeln sterben. Denn selbst unproblematisch wirkende Scheiben entpuppten sich als Vogelkiller. Zweites Resultat der gemeinsamen Erhebung von SF Einstein, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach: Es sind nicht nur bestimmte Vogelarten betroffen, sondern alle! Ein vermeidbarer Tod: Mit verschiedenen Massnahmen kann man Vögel retten, wie die Sendung Einstein am Donnerstag, 26. November zeigt.