Star

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Die grossen Schwärme, welche Stare vor allem im Herbst bilden, bieten ein imposantes Schauspiel: Oft vollführen sie gemeinsame Flugmanöver und fallen Abends in Feuchtgebieten in grosser Zahl zum Übernachten ins Schilf ein.

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Kennzeichen

Das schwärzliche Prachtkleid (Bild oben) glänzt metallisch blaugrün und purpurfarbig. Beim Schlichtkleid (Bild rechts) fallen uns die vielen weissen Punkte auf. Im Frühling leuchtet der spitze Schnabel hellgelb, im Herbst wird er dunkelgrau. Fliegende Stare bestimmen wir anhand ihres „kampfjet-ähnlichen“ Flugbildes: Typisch sind die langen, spitzen und beim Segeln deltaartig gehaltenen Flügel und der kurze Schwanz.

Stimme

Der Gesang setzt sich aus pfeifenden, schnalzenden und quetschenden Lauten zusammen. Während des Singens wird häufig mit den Flügeln geschlagen. Bevor die Stare im Herbst wegziehen, inspizieren sie nochmals ihre Nisthöhle und singen dabei fleissig. Häufig werden vom Star Motive anderer Vogelarten (Pirol, Bussard usw.) täuschend echt imitiert.

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Vorkommen

Der Star ist ein ausgesprochener Kulturfolger und als solcher überall dort anzutreffen, wo das Nahrungs- und Nisthöhlenangebot genügend gross ist. Grosse Schwärme können im Herbst auch in Obstkulturen und Rebbergen beobachtet werden. Zum Überwintern ziehen Stare nach Südeuropa, einzelne Individuen bleiben aber auch in der Schweiz.

Fortpflanzung

Das unordentliche Nest aus Stroh, Halmen und Federn finden wir in Höhlen oder Nistkästen. Die Eier sind hellblau.

Wanderungen

Neben den regelmässigen Zugbewegungen lässt sich bei Jungstaren noch ein anderes Zugverhalten beobachten: Vor dem Herbstzug ziehen die jungen Stare mehr oder weniger gerichtet nach Norden bis zur Ost- und Nordsee. Meist geht dieser Frühsommer- oder Zwischenzug dann in den eigentlichen Herbstzug über. Stare schliessen sich übrigens nach der Brutzeit zu riesigen Schwärmen zusammen, die besonders gerne im Schilf übernachten.