Medien-Archiv

02.08.2017 - Windparkprojekt Grenchenberg: Ein Fall für das Verwaltungsgericht
Die Auseinandersetzung um den Windpark Grenchenberg geht weiter. BirdLife Schweiz und der VVS/BirdLife Solothurn erachten den geplanten Windpark wegen der Beeinträchtigung von Natur und Landschaft als nicht bewilligungsfähig. Sie ziehen deshalb einen neuen Entscheid des Regierungsrates an das Verwaltungsgericht weiter.
19.07.2017 - Verlust der Biodiversität: Jetzt braucht es Gegensteuer!
Einmal mehr bestätigt das Bundesamt für Umwelt (BAFU), dass die Biodiversität in der Schweiz bedenklich abnimmt. Die Naturschutzorganisationen Pro Natura, BirdLife Schweiz und WWF Schweiz fordern massiv mehr Anstrengungen von Seiten des Bundes.
17.07.2017 - Neuer Bericht zeigt: Biodiversität schwindet – Bund schaut zu
Praktisch nichts ist geschehen, seit der Bundesrat vor 5 Jahren seine «Strategie Biodiversität» mit klaren Zielen zur Rettung der bedrohten Biodiversität verabschiedet hat. Der Schwund der Naturvielfalt geht fast ungebremst weiter. Das belegt ein neuer, detaillierter Bericht der Umweltverbände BirdLife Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz zur Umsetzung der Strategie. Die Verbände fordern einen griffigen Aktionsplan mit konkreten Massnahmen.
27.06.2017 - Biodiversitätsfachleute bereiten Rettungsplan für die biologische Vielfalt vor
Heute Nachmittag haben über 70 Fachleute aus Organisationen der Zivilgesellschaft an einer Tagung festgehalten, dass die Schweiz rasch und dringend einen Rettungsplan für die Biodiversität braucht. Wertvolle Lebensräume verlieren weiter an Qualität, und die Bestände bereits seltener Arten schrumpfen noch mehr. Die Biodiversitätsexpertinnen und -experten bereiten einen fundierten Massnahmenplan vor, der dem Bund als Grundlage für den überfälligen Aktionsplan Biodiversität Schweiz dienen soll.
01.06.2017 - Die Schweiz braucht jetzt einen wirksamen Aktionsplan Biodiversität
Über 5100 Fachleute, PraktikerInnen des Naturschutzes, WissenschafterInnen und besorgte BürgerInnen fordern Bundespräsidentin Doris Leuthard in einem heute gesandten Schreiben auf, dafür zu sorgen, dass die Schweiz endlich einen wirksamen Aktionsplan Biodiversität beschliesst und umsetzt. Sie geben damit ihrer Sorge Ausdruck, dass die biologische Vielfalt in der Schweiz weiter zurückgeht, ohne dass der Bund zusätzliche wirksame Massnahmen eingeleitet hätte. Die Briefaktion startete Mitte letzter Woche; die Unterschriften kamen innert weniger Tage zusammen.
01.06.2017 - Bevölkerung will weniger Pestizide
Zwei Drittel der Bevölkerung erwarten vom Bund, dass er für eine Reduktion des Pestizid-Einsatzes in der Schweizer Landwirtschaft sorgt. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts gfs-zürich im Auftrag der Umweltverbände. Jetzt fordern BirdLife Schweiz, Greenpeace, Pro Natura und WWF vom Bundesrat ein entschlosseneres Vorgehen und mehr Ressourcen.
21.05.2017 - Ja zum Energiegesetz als Verpflichtung
Zusammen mit allen anderen Umweltorganisationen hat BirdLife Schweiz JA gesagt zum Energiegesetz. Der Naturschutzverband ist erfreut über die Zustimmung der Schweizer Stimmbevölkerung zur Neuausrichtung der schweizerischen Energiepolitik. Sowohl die Befürworter als auch die Gegner sind nun aber in der Pflicht, die energiepolitische Weichenstellung ohne Gefährdung von prioritären Arten, Lebensräumen und Landschaften umzusetzen.
11.05.2017 - Uferschwalben nisten in Aargauer Kiesgruben
Mitglieder des Verbands der Kies- und Betonproduzenten Aargau (VKB Aargau) schaffen zusammen mit BirdLife Aargau und BirdLife Schweiz Brutwände für Uferschwalben in Aargauer Kiesgruben und sorgen so für den Weiterbestand dieser selten gewordenen Vogelart.
10.05.2017 - In naturnahen Gärten leben mehr als 30 Vogelarten
Das Wochenende vom 5. bis 7. Mai stand ganz im Zeichen der Gartenvögel: Alle waren aufgerufen, eine Stunde vor das Haus zu sitzen und die Vögel zu beobachten. Nun sind die Resultate ausgewertet: Trotz Regen wurden insgesamt 31'900 Vögel gemeldet. Die Zählungen zeigen: In Gärten mit naturnahen Elementen wie einheimischen Hecken und Blumenwiesen leben mehr Vögel als in naturfernen Gärten mit englischem Rasen und exotischen Pflanzen.
04.05.2017 - Naturschutzorganisationen und Gemeinden erarbeiten ein Konzept für die Umfahrung Neeracherried
Die politischen Behörden der Gemeinden Höri, Neerach und Niederglatt sowie Naturschutzorganisationen stellen ein gemeinsames Konzept zur Entlastung des Neeracherrieds und der Anrainergemeinden vor.
02.05.2017 - 5. bis 7. Mai 2017: Stunde der Gartenvögel
Das Wochenende vom 5. bis 7. Mai 2017 steht ganz im Zeichen der Vögel des Siedlungsraumes: Die „Stunde der Gartenvögel“ von BirdLife Schweiz findet statt. In diesem grossen Citizen-Science-Projekt kann jede und jeder eine Stunde im Garten oder vor dem Haus die vorhandenen Vögel beobachten und notieren. Die Beobachtungen können per Smartphone, Internet oder Post an BirdLife Schweiz gemeldet werden. Die Ergebnisse werden darauf ausgewertet.
20.04.2017 - Nationaler Tag der Hochstammobstbäume 2017
Am Nationalen Tag der Hochstammobstbäume, der am 30. April 2017 zum 14. Mal stattfindet, laden HOCHSTAMM SUISSE und BirdLife Schweiz in zahlreichen Obstgärten zu Blütenfesten, Exkursionen oder Märkten ein. Gleichzeitig appellieren sie an eine Stärkung des Marktes für Obst aus vielfältigen Hochstammobstgärten.
05.04.2017 - Gemeinsam für die Schweizer Kiebitze
Die Kiebitze sind zurück und haben ihre eindrückliche Balz begonnen. Rund 70 Ornithologinnen und Ornithologen – die meisten von ihnen Ehrenamtliche – beobachten und zählen die Kiebitze in der Schweiz. Dadurch entsteht eine gute Übersicht über den Schweizer Brutbestand. Einst ein verbreiteter Brutvogel, blieben in der Schweiz vor einigen Jahren weniger als 100 Kiebitzpaare übrig. In den letzten Jahren hat sich der Bestand wieder etwas erholt. BirdLife Schweiz arbeitet zusammen mit Partnern in sieben Projektgebieten in der ganzen Schweiz für den Kiebitzschutz.
04.04.2017 - Tödlicher Pestizidcocktail in kleinen Bächen – so darf es nicht weitergehen!
Die EAWAG, das Wasserforschungsinstitut der ETH, hat erstmals über einen längeren Zeitraum die Pestizidbelastung in kleinen Schweizer Bächen in Gebieten mit starker landwirtschaftlicher Nutzung untersucht und kommt zu einem alarmierenden Resultat: In keinem Fall wurden die gesetzlichen Anforderungen an die Gewässerqualität eingehalten, ein Pestizidcocktail mit verheerenden Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften der Gewässer. BirdLife Schweiz fordert den Bundesrat auf, mit einem griffigen «Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel» dafür zu sorgen, dass die Schweizer Landwirtschaft ihre Abhängigkeit von der Agrochemie reduziert und die Pestizide aus den Schweizer Gewässern verschwinden.
29.03.2017 - Schenken wir den Gewässern im Siedlungsraum mehr Beachtung!
Auch mitten im Siedlungsraum leisten naturnahe Gewässer wichtige Dienste: Bereitstellung von Trinkwasser, Dämpfung von Hochwasserspitzen, Verbesserung des Mikroklimas, Naherholungsgebiet für die Einwohner. Die Gewässer sind ebenfalls eine wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Renaturierungen und Anlagen von Feuchtbiotopen sind selbst mitten in den Siedlungen möglich. BirdLife Schweiz zeigt mit einer neuen Praxishilfe worauf dabei zu achten ist.
22.03.2017 - Greifvogel-Vergiftungen: weiterer Taubenzüchter verurteilt
Das Bezirksgericht Bülach hat heute einen Taubenzüchter verurteilt, der eine Taube mit Gift präpariert hatte, um damit einen seltenen, geschützten Wanderfalken oder einen anderen Greifvogel zu töten. Dies ist der zweite Fall einer durchgeführten oder geplanten vorsätzlichen Greifvogelvergiftung durch Taubenzüchter, der geahndet wird. BirdLife Schweiz hofft, dass diese Verurteilungen potenzielle weitere Täter abschrecken werden. Der Naturschutzverband verfolgt die Situation in der ganzen Schweiz weiterhin genau.
14.03.2017 - Umweltverbände begrüssen den Gegenentwurf zur SBV-Initiative
Das Parlament hat heute einen Gegenentwurf zur rückwärtsgewandten Bauernverbandsinitiative «für Ernährungssicherheit» beschlossen. BirdLife Schweiz, Pro Natura und der WWF Schweiz begrüssen diesen Entscheid. Er bekräftigt die Notwendigkeit einer standortgerechteren und ökologischeren Landwirtschaft und stützt die aktuelle Agrar-, Umwelt- und Raumplanungspolitik des Bundes.
06.03.2017 - Spring Alive – Melden Sie das Eintreffen der Zugvögel
Die Zugvögel sind bereits auf dem Weg zurück in die Schweiz. BirdLife Schweiz fordert die Bevölkerung auf, nach den geflügelten Frühlingsboten Ausschau zu halten und die ersten Beobachtungen von fünf Vogelarten auf www.birdlife.ch/springalive zu melden. Mit der Teilnahme an dieser europaweiten Erfassung namens „Spring Alive“ kann viel Spannendes rund um den Vogelzug erlebt und gelernt werden. Für Kinder organisiert Spring Alive einen Malwettbewerb mit attraktiven Preisen.
20.01.2017 - Die Wasseramsel ist der Vogel des Jahres 2017
Die Wasseramsel wurde von BirdLife Schweiz zum „Vogel des Jahres 2017“ gekürt. Sie ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann und scheut sich nicht, mitten durch einen Wasserfall zu fliegen. Ihr Lebensraum sind rasch fliessende, unverbaute Bäche und Flüsse mit störungsarmen Abschnitten. Sie ist somit ein perfekter Botschafter für die aktuelle BirdLife-Kampagne „Biodiversität im Siedlungsraum“, deren Schwerpunkt dieses Jahr die Gewässer sind.
29.12.2016 - Bilanz 2016: Der Natur geht es in der Schweiz besonders schlecht
In einer Rückschau auf das „Biodiversitätsjahr“ 2016 macht BirdLife Schweiz klar, dass es um die Natur in unserem Land besonders schlecht steht: Bei fast allen Tier- und Pflanzengruppen, über die eine Rote Liste geführt wird, hat die Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern besonders hohe Gefährdungswerte. Trotzdem liegt der Aktionsplan Biodiversität, den der Bundesrat vor bald fünf Jahren in Auftrag gegeben hat, noch immer nicht vor. Brisant: Die Politik ist immer noch der Ansicht, die Schweiz sei im Naturschutz vorbildlich. Gleichzeitig erachten aber 80 Prozent der Bevölkerung den Verlust der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten als sehr oder eher gefährlich für Mensch und Umwelt.
19.12.2016 - Einsprache gegen Gesamtprojekt Hochwassersicherheit Sarneraatal
Das Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal ist umfangreich und komplex. Es müsste mit angemessenem finanziellem Aufwand das Maximum für Sicherheit und Natur herausholen. Die Umweltverbände haben es genau geprüft und erhebliche Unstimmigkeiten festgestellt: Sowohl für die Gewässerökologie als auch in Sachen Kosten kann das ausgeschriebene Projekt stark optimiert werden. Darum erheben die Verbände Einsprache – und zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf.
17.12.2016 - UN-Konferenz in Mexiko sendet neue Impulse zur Rettung der Biodiversität
Cancun, Mexiko. Die 195 Mitgliedstaaten der weltweiten Biodiversitätskonvention (CBD) haben wichtige Beschlüsse gefasst, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu bremsen. Damit sollen die 20 Ziele des strategischen Plans zum Schutz der Biodiversität bis 2020 doch noch erreicht werden. Denn ohne deutlich verstärkte Anstrengungen werden nach dem heutigen Stand nur 2 der 20 Ziele erfüllt werden. Heute Samstag endet die UNO-Biodiversitätskonferenz von Cancun mit über 6000 Teilnehmenden.
28.11.2016 - Doppelt so viele Vogelopfer an Windanlagen wie bisher vermutet
Heute hat das Bundesamt für Energie eine Studie zu Schlagopfern an der Windanlage Peuchapatte im Kanton Jura veröffentlicht. Die Studie ergab 20,7 tote Vögel pro Windenergieanlage und Jahr. Das ist das Doppelte von dem, was derzeit als oberster Schwellenwert diskutiert wird. BirdLife Schweiz verlangt deshalb eine deutlich sorgfältigere Planung von Standorten für Windanlagen in der Schweiz.
25.11.2016 - Revision des Jagdgesetzes: Artenschutz in Gefahr
Pro Natura, BirdLife Schweiz und der WWF Schweiz lehnen die am 30. November 2016 ablaufende Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes in dieser Form dezidiert ab. Sie regelt nicht nur die durch die Motion Engler vom Parlament in Auftrag gegebene Wolfsregulation auf ungenügende Weise. Sie würde auch den Schutz weiterer geschützter Arten stark schwächen. Es droht ein massiver Rückschritt im Artenschutz.
11.11.2016 - Bundesgericht stoppt Windpark Schwyberg
Der geplante Windpark auf dem freiburgischen Schwyberg entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben. Das macht das Urteil des Bundesgerichts klar, das heute publiziert wurde. Die Nutzung der Windkraft in der Schweiz muss mit intelligenten Projekten erfolgen, die sich an die geltenden Regeln halten. Das Schwyberg-Projekt gehört nicht dazu. Unverständlich ist, wie Kanton, Gemeinden und Promotoren die klaren Fakten ignorierten.
03.11.2016 - Gemeinsam gegen die Wilderei rund ums Mittelmeer
Ob in Zypern, Ägypten, Malta oder in unseren Nachbarländern Italien und Frankreich: Überall fallen in diesen Tagen wieder die Vögel vom Himmel – oder sie bleiben in Netzen und an Leimruten hängen. Die Vogeljagd ist in vollem Gang, und mit ihr auch die Wilderei. Rund 50 bis 75 Millionen Wildvögel werden allein im Mittelmeerraum jedes Jahr getötet. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die Bemühungen der BirdLife-Partner und weiterer Organisationen tragen erste Früchte, wie eine Zwischenbilanz von BirdLife Schweiz zeigt.
25.10.2016 - Nationaler Aktionsplan Pestizide: Es braucht ambitioniertere Ziele
Die Umweltverbände BirdLife Schweiz, Greenpeace, Pro Natura und WWF Schweiz begrüssen den Willen des Bundes, einen Nationalen Aktionsplan Pestizide umzusetzen. Doch für sie ist klar: Es braucht ambitioniertere Ziele und Massnahmen – sonst werden auch in Zukunft nicht einmal die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Sie fordern unter anderem eine Lenkungsabgabe auf Pestizide.
02.10.2016 - Grosse Vogelschwärme und Seltenheiten an den Zugvogeltagen beobachtet
Am Wochenende vom 1. und 2. Oktober luden 59 lokale Sektionen von BirdLife Schweiz zur Beobachtung des herbstlichen Vogelzugs ein. Die Schweiz nahm damit zusammen mit 39 weiteren Ländern am 23. EuroBirdwatch teil, dem jährlich wiederkehrenden Grossanlass der BirdLife-Partner in Europa und Zentralasien. Hierzulande beobachteten rund 3000 Teilnehmende insgesamt 50’871 Zugvögel. Europaweit nahmen über 20'000 Personen teil und zählten 5,5 Millionen Zugvögel auf dem Weg in ihre Winterquartiere.
01.10.2016 - Erklärung zur Verabschiedung der Energiestrategie 2050 durch National- und Ständerat
Ein Ja von Heimat-, Natur-, Landschaft- und Umweltschutz
26.09.2016 - Camping Fanel: Trick der Berner Regierung soll gerichtlich überprüft werden
Der Regierungsrat des Kantons Bern gab am 26. August bekannt, dass er mit dem TCS für den Camping Fanel in der Gemeinde Gampelen neue Nutzungsverträge für 35 Jahre abschliessen will. Nach eingehender Prüfung des Regierungsratsbeschlusses kommen die Natur- und Landschaftsschutzorganisationen zum Schluss, dass hier mit einem juristischen Trick versucht wird, die geltende nationale Gesetzgebung zum Schutz der Natur, des Waldes und der Umwelt zu umgehen. Damit das Verwaltungsgericht dieses Vorgehen auf seine Rechtmässigkeit überprüfen kann, haben sie Beschwerde gegen den Beschluss erhoben.
26.08.2016 - Berner Regierungsrat trickst beim Camping Fanel
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat heute bekannt gegeben, dass er den Vertrag mit dem TCS für den Camping Fanel in der Gemeinde Gampelen um 35 Jahre verlängern will. Damit ignoriert er die umfassenden Schutzbestimmungen für das Gebiet am Neuenburgersee. Die Natur- und Landschaftsschutzorganisationen können diesen Entscheid nicht nachvollziehen und verlangen, dass er auf seine Vereinbarkeit mit dem übergeordneten Bundesumweltrecht überprüft wird.
24.08.2016 - Revision des Jagdgesetzes: den Schutz der geschützten Arten nicht abschwächen
Der Bundesrat hat heute eine Revision des Jagdgesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Er will dabei unter anderem den Schutz der geschützten Arten stark abschwächen. BirdLife Schweiz nimmt zu verschiedenen Punkten Stellung.
17.08.2016 - Erneuter Rekord bei bedrohtem Kauz
Aufgrund der Überbauung seiner Lebensräume und der Intensivierung der Landwirtschaft wäre der Steinkauz um die Jahrtausendwende in der Schweiz fast ausgestorben. Seither konnte eine langsame Bestandserholung bewirkt werden. Dieses Jahr vermelden BirdLife Schweiz und seine Partner eine rasante Zunahme auf rund 150 Reviere. Die Zunahme führen sie auf Schutzmassnahmen, welche sie in fünf Regionen der Schweiz gemeinsam mit engagierten Landwirten umsetzen, und auf den heissen Sommer 2015 zurück.
14.08.2016 - Studie identifiziert Schwachstellen in der Zulassung von Pestiziden
Das Schweizer Zulassungssystem für Pestizide weist Schwächen auf, die für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bevölkerung Risiken mit sich bringen könnten. Eine Studie dazu wurde von den Umweltverbänden BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz beim Forschungsinstitut Interface in Auftrag gegeben und liegt heute vor.
03.08.2016 - Ein neues Naturzentrum für den Aargau
Der Klingnauer Stausee ist ein Publikumsmagnet: Jährlich besuchen über 100´000 Menschen dieses Natur- und Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung. BirdLife Aargau und BirdLife Schweiz wünschten sich an diesem Standort deshalb schon lange ein ganzjährig betriebenes Naturzentrum – das erste dieser Art im Kanton. Mit dem Kauf einer optimal gelegenen Liegenschaft dürfte aus diesem Wunsch bald Realität werden.
05.07.2016 - Nationaler Aktionsplan Pestizide: Umweltverbände pochen auf strikte Vorgaben zur Pestizid-Reduktion
Die Schweiz ist berühmt für Pünktlichkeit. In Sachen moderner Pestizidpolitik kommt sie aber erstaunlich spät. Ab 2017, erst fünf Jahre nach ihren europäischen Nachbarländern, soll nun auch die Schweiz einen «Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» umsetzen. Heute beginnt die Anhörung der interessierten Kreise. Die Umweltverbände BirdLife Schweiz, Greenpeace, Pro Natura und WWF pochen auf einen mutigen Schritt für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft.
04.07.2016 - Erste Verurteilung wegen Greifvogel-Vergiftung
Das Bezirksgericht Dielsdorf hat heute Nachmittag einen Taubenzüchter verurteilt, der vorsätzlich einen Habicht vergiftet und getötet hat. Das Ziel des Täters war wahrscheinlich die Vergiftung von seltenen Wanderfalken gewesen. BirdLife Schweiz ist froh, dass nun endlich ein Fall von Greifvogelvergiftung geahndet wird. Der Naturschutzverband verfolgt die Situation in der ganzen Schweiz weiterhin genau.
01.07.2016 - 20 Jahre Verfassungsgrundlage für die Landwirtschaft: Das Ja von 1996 als Ja für die Zukunft
Im Jahr 1996 sagten 78 Prozent der Stimmenden und alle Stände Ja zum neuen Verfassungsartikel zur Landwirtschaft. Für die Agrarallianz hat der Verfassungsartikel den Charakter eines Gesellschaftsvertrags und ist auch am 20. Geburtstag exakt und umfassend. Änderungen drängen sich nicht auf. Die Agrarpolitik der Zukunft kombiniert Produktion, Konsumenten- und Marktorientierung sowie Leistungen für die Gesellschaft (Landschaft, Tierwohl, Umwelt etc.) noch stärker als heute. Die Agrarallianz ruft auf, an der Geschichte hin zur weltweiten Nummer 1 in Sachen Nachhaltigkeit, gemeinsam weiter zu schreiben.
24.05.2016 - Pestizid-Reduktionsplan Schweiz: Breites Bündnis für eine starke Reduktion des hohen Pestizideinsatzes in der Schweiz
In der Schweiz werden deutlich mehr Pestizide verwendet als nötig. Der Pestizideinsatz liesse sich bis 2020 um über 50% reduzieren. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Pestizid-Reduktionsplan von Vision Landwirtschaft hervor, dessen Forderungen von einem breiten Bündnis aus Landwirtschafts-, Trinkwasserversorger-, Gewässerschutz-, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenkreisen mitgetragen werden. Der Pestizid-Reduktionsplan zeigt machbare Alternativen zur heutigen Verwendung von Pestiziden auf und ergänzt damit den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, den der Bundesrat in den nächsten Wochen in die Vernehmlassung senden wird.
10.05.2016 - Volkszählung bei den Schweizer Gartenvögeln
BirdLife Schweiz führte vergangenes Wochenende zum dritten Mal die «Stunde der Gartenvögel» durch und rief die Bevölkerung dazu auf, die Vögel im Garten zu zählen. Die ersten Meldungen sind bereits ausgewertet – es zeigt sich, dass in naturnah gestalteten Gärten am meisten Vögel vorkommen.
02.03.2016 - Erleichterte Eingriffe in den Höckerschwanbestand machen keinen Sinn
Neue Paragraphen für eine erleichterte Regulierung von Beständen des Höckerschwans sind unnötig. BirdLife Schweiz hat deshalb keinerlei Verständnis dafür, dass der Nationalrat neue Gesetzes- und Verordnungsartikel schaffen will, um gegen den stolzen und beliebten Vogel vorzugehen. Die Politiker schaffen neue Bestimmungen auf kantonaler und nationaler Ebene, die von Beamten mit aufwändigen Verfahren umgesetzt werden müssen. Und alles wegen eines lokalen Problems mit ein paar verkoteten Wiesen in Nid- und Obwalden.
01.03.2016 - Spring Alive: die Zugvögel beobachten und melden
Die länger werdenden Tage sind ein untrügliches Zeichen, dass schon bald die ersten Zugvogelarten zurückkehren. Bereits im Anflug sind der Weissstorch und die Rauchschwalbe, die vereinzelt schon beobachtet werden konnten. BirdLife Schweiz lädt ein, an der europaweiten Beobachtungsaktion Spring Alive teilzunehmen und die Rückkehr von Weissstorch, Rauchschwalbe und drei weiterer Zugvogelarten per Internet zu melden und auf einer interaktiven Karte mitzuverfolgen. Kinder können an einem Malwettbewerb teilnehmen und tolle Preise gewinnen.
16.02.2016 - Unnötige Paragraphenflut gegen den Höckerschwan
BirdLife Schweiz protestiert vehement gegen das Ja der nationalrätlichen Umweltkommission zur Regulierung der Höckerschwanbestände. Der Naturschutzverband betont, dass es nicht sein kann, dass wegen ein paar verkoteten Wiesen in Nid- und Obwalden der beliebte, geschützte Vogel massiv bekämpft werden soll.
27.01.2016 - Bund muss endlich Planungssicherheit für Windenergie-Ausbau erarbeiten
Das Konzept Windenergie des Bundes muss sistiert werden. Hierfür notwendige Grundlagen wie das Handbuch für Umweltverträglichkeitsprüfungen gehören endlich veröffentlicht. Die Umweltorganisationen fordern den Bund auf, die notwendige Planungssicherheit bei der Windenergie zu verbessern. Das vorliegende Konzept reicht hierzu nicht aus. Die Trölerei beim Bund muss ein Ende haben. Sie hilft weder den Windkraft-Investoren in der Schweiz noch dem naturverträglichen Ausbau im Sinne der Energiewende.
21.01.2016 - Der Buntspecht ist Vogel des Jahres 2016
Der Buntspecht ist der Vogel des Jahres 2016 des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz. Er ist stark auf das Leben am Baum spezialisiert. Als Vogel des Jahres ist der Buntspecht Botschafter für den Erhalt von grossen alten Bäumen im Siedlungsraum, im Kulturland und im Wald.
29.12.2015 - Sehr durchzogenes Jahr 2015 für die Biodiversität
Am Ende des Jahres wird in vielen Bereichen Bilanz gezogen. In Bezug auf die Biodiversität in unserem Land zeigt sich: 2015 war ein sehr durchzogenes Jahr mit einigen kleinen Erfolgen, aber gesamthaft einem weiteren starken Rückgang der biologischen Vielfalt. Es ist dringend, dass der Aktionsplan Biodiversität endlich beschlossen und umgesetzt wird.
01.12.2015 - Klimawandel vergrössert das Aussterberisiko vieler Vogelarten
Ein neuer wissenschaftlicher Bericht zeigt, welchen Einfluss der Klimawandel bereits auf die Vögel hat – und welches die Folgen in Zukunft sein werden, wenn wir die Klimaänderung nicht stoppen.
25.10.2015 - Globale Rote Liste 2015 erschienen: Auch die Turteltaube ist neu weltweit gefährdet
Die globale Rote Liste der Vögel zeigt, welche Arten weltweit gefährdet sind oder kurz vor dem Aussterben stehen. Seit 2014 mussten insgesamt 40 Arten neu aufgenommen oder eine Stufe höher eingeteilt werden. 23 Arten konnten in eine bessere Stufe eingeteilt werden. Auf der weltweiten Roten Liste stehen auch Arten, die in der Schweiz vorkommen – so die Turteltaube oder die Tafelente. BirdLife appelliert an die Staaten, ihre Verantwortung wahrzunehmen und geeignete Schutzprogramme auszuarbeiten.
04.10.2015 - 22. EuroBirdwatch 3./4. Oktober 2015 - Erlenzeisig, der diesjährige Star der Zugvögel
Anlässlich des 22. EuroBirdwatch wurden am Wochenende an 62 Orten in der Schweiz und in weiteren 40 Ländern Europas die Vögel auf dem Zug in ihr Winterquartier beobachtet und gezählt. 4’660 Vogelzug-Interessierte besuchten die Stände der lokalen Sektionen des SVS/BirdLife Schweiz und verfolgten begeistert das einzigartige Naturspektakel.